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Profi-Ranking Suchmaschinenoptimierung

SEO Marketing Blog

.... googeln bis der Arzt kommt

Vorgestern habe ich mir aus Neugier die aktuelle c’t geholt, um mir das Fazit des SEO-Wettbewerbes zu dem Suchbegriff “Hommingberger Gepardenforelle” durchzulesen. Nicht daß ich mir bahnbrechende Erkenntnisse hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung daraus versprochen hätte – ich war einfach neugierig wie “offen” die Google-Suchergebnisse besprochen wurden …

Fazit SEO Wettbewerb c’t

Mal unabhängig davon, daß ich derartige SEO-Wettbewerbe als ziemlich sinnlos empfinde (bzw. einfach auf Suchmaschinenoptimierung als Marketing-Massnahme setze und kein Interesse daran habe in Heise erwähnt zu werden ;-)), war ich schon sehr neugierig, ob in der Auswertung des SEO-Wettbewerbes auch mal “Klartext” hinsichtlich aktueller Google-Ranking-Faktoren gesprochen wird?

Mit diesem “Aufruf” des Heise-Verlages begann der SEO-Wettbewerb der Zeitschrift c’t im April 2005:

Jagd frei auf die Hommingberger Gepardenforelle!
c’t ruft zu einem Suchmaschinenoptimierungs-Wettstreit auf. Ziel ist es, für den Begriff Hommingberger Gepardenforelle eine Top-Position in den Google.de-, Yahoo.de- MSN.de- und Seekport.de-Ergebnislisten zu ergattern. c’t beobachtet während des Wettbewerbs die Positionierungen der besten Sites in den Trefferlisten. An zwei Stichtagen, am 15. Mai sowie am 15. Dezember jeweils um 11.00 Uhr, ermitteln wir die Gewinnersites, die wir auch auf heise online veröffentlichen werden.
Der Wettbewerb soll einen Einblick in die Rankingmechanismen der Suchdienste und aktuelle Trends der Optimierung – legitime wie unerwünschte – ermöglichen. …

Nachdem ich gerade eben das gedruckte Fazit in der c’t durchgelesen habe (das Heft zu kaufen kann man sich auch sparen, da das Ergebnis/Fazit des SEO-Wettbewerbes auf Heise.de zu finden ist), bleibt ein ungutes Bauchgefühl zurück. In Anbetracht des betriebenen Aufwandes kann ich das veröffentlichte Fazit eigentlich nur als Abschluss einer gelungenen Promotion-Aktion “in eigener Sache” des Heise-Verlages einstufen, da in Anbetracht der vorliegenden Daten sehr viel konkretere Schlüsse auf den Google-Algorithmus möglich gewesen wären. Oder hat der Heise-Verlag vielleicht doch nur “Muffensausen” vor manuellen Google-Eingriffen gegenüber kritischer Presse?

Hier das c’t …

Fazit
Der c’t-Wettbewerb zeigt, dass Benutzer von Suchmaschinen die Ergebnisse von Google und Co. stets mit einer gewissen Portion Skepsis betrachten sollten. Auf den ersten Rängen der Trefferlisten tummeln sich häufig nicht die aus Nutzersicht besten und informativsten Sites, sondern diejenigen, deren Webmaster den meisten Aufwand für die Optimierung betrieben haben.
Webmaster können durch die Analyse der bestplatzierten Sites Rückschlüsse darauf ziehen, was sie tun müssen, um ihre Sites besser zu positionieren.


Nah meiner Ansicht sagt dieses Fazit weniger als gar nichts aus
, da seit dem Bestehen von Suchmaschinen diese Erkenntnis Bestand hat – sonst gäbe es nicht seit mindestens 1998 hauptberufliche SEO´s. Es werben auch einige SEO´s damit schon viel länger “erfolgreiche + seriöse” Suchmaschinenoptimierung zu betreiben, wobei für mich immer die Frage auftaucht, wo mangels Konkurrenz und dem Funktionieren von “Meta-Tag-Ranking” vor 1998 die Herausforderung bestanden haben soll, bzw. ob man damals überhaupt mehr als HTML und deutsch können musste um sich gezielt in Suchmaschinen zu platzieren ;-)

Wer tatsächlich bis zum heutigen Tage geglaubt haben sollte, daß Google neutrale Suchergebnisse liefert, kann natürlich etwas aus dem SEO-Wettbewerb lernen, für alle anderen ist das offizielle Fazit “kalter Kaffe” …

Mein Eindruck zu diesem, in dieser Form für professionelle Suchmaschinenoptimierer, wenig aussagekräftigem & sinnlosen Selbstbeweihräucherungscontest:

Google hat sich bei der Entwicklung des Algos momentan etwas “verrannt” und zu sehr auf PageRank und Backlinks zur Seitenbewertung gesetzt – sinnvoller wäre sicher eine stärkere Konzentration auf die Auswertung & Erkennung von einmaligem und relevantem Content – scheint aber nach wie vor nur sehr bedingt zu klappen.

Google Suchergebnisse sind weder neutral bewertet noch unabhängig oder allein automatisiert erstellt, da mit Hilfe gekaufter oder künstlich generierter Backlinks sowie durch Doorwaypages-Spam (siehe der Bericht in meinem alten Blog unter dwindex) leicht beeinflussbar. Wer die letzten Jahre zu relevanten Suchbegriffen in den Google-Top10 war, hat in der Regel viel Zeit und/oder Geld dafür investiert!

Dem Fazit von Heise.de könnte man noch einiges ergänzend hinzufügen, aus Zeitgründen verweise ich jedoch lieber auf die “Wahrheit zur Hommingberger Gepardenforelle“, wo viele der offenen Fragen angesprochen werden. Ich bin mir zwar nach wie vor nicht sicher (habe auch nicht detailliert recherchiert), ob Google die Betreiber von Ranking-Check.de tatsächlich manuell abgestraft hat (könnten auch einfach zu viele Backlinks auf die Unterseite in zu kurzer Zeit oder ähnliche automatisch steuerbare Algorithmus-Faktoren gewesen sein?), glaube jedoch trotzdem, daß dieses Wettbewerbs-Fazit weitaus aussagekräftiger und besser auf den Punkt gebracht ist, als die inhaltliche “Nullnummer” der c’t Redaktion.

Für mich stellt sich eigentlich nur die Frage, ob Google nun die Suchergebnisse tatsächlich in größerem Umfang manuell bearbeitet (dann wäre es allerdings keine echte Suchmaschine mehr, sondern ein künstlich mit Suchergebnissen aufgeblähter Webkatalog), oder ob der Trustrank einfach nur derartig stark in den Such-Algorithmus einfliesst (im Endeffekt auch nur eine manuelle Beeinflussung der Suchergebnisse!), daß nur noch “vertrauenswürdige” Authority-Seiten unter den Top10 gelistet werden?

Die Frage stelle ich mir übrigens schon länger, siehe Google und das Keyword Versicherung


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Am 07.01.06, 14:15 in Google SEO und Googlevil
von Frank veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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· Gelesen: 10616 · heute: 2


5 Kommentare zu "Fazit SEO Wettbewerb c’t"

  • Danke für das Review, da kann ich mir wohl den Erwerb der c’t wie bei der ersten Runde erneut sparen. Da bleibt nur zu sagen: enttäuschend im Grossen und Ganzen. Wäre heise nicht schon extrem oft verlinkt würde ich böse behaupten war das eine “verlinkt uns”-Aktion. So bleibt nur sich nach wie vor selbst Gedanken zu machen.

    Das habe ich auch getan, in einem eigenen Artikel:
    http://phlow.net/webtechnik/hommingberger_gepardenforelle_revisited.php

    Für war die c’t aber bereits nach kurzer Zeit nebensächlich. Der Sportsgeist und die Neugier haben mich getrieben. Ich habe neue Erkenntnisse gewonnen. Mehr als die Heise-Redaktion offenbar. Vor Allem haben sich auch die Schwächen auf Seiten der Suchmaschinen gezeigt. Statt nur der SEOs sollten diese näher beäugt werden.

  • Es überrascht immer wieder, unbekannte Wörter und Begriffe So wie: Gepardenforelle, Seoflanken oder letztens den Begriff “Befreiphone” wie schnell in die Suchmaschine Ergebnisse erscheinen.

    Haben seo s nix besseres zu tun, oder ist das vielleicht eine neuer sport, bei dem man sich nich bewegen muss???

    Im Internet kursiert zur Zeit das SEO Wettbewerb Kleindatenhaltung. “200 Euro Preisgeld”

    Ist das nur ein schwacher Abklatsch der “Befreiphone-Aktion” oder vielleicht die internationale Finanzkrise klopft an der Tür???

    Ich glaube, das zum einen lockt der attraktive Preis, zum anderen kann man sich mit den anderen messen. Wer ist denn nun der beste Suchmaschinenoptimierer?

    SEOs aller Länder haben sich zum Wettbewerb aufgerafft und versuchen für Kleindatenhaltung zu ranken.
    wieder mal ein wenig gespielt.

  • Hey,
    ich finde die Idee mit den SEO-Wettbewerb nicht schlecht. Da kann man in einem realen Vergleich die Stärke der eigenen Seite testen. Außerdem ist es doch auch recht amüsant zu sehen, was sich die Leute zu solch sinnlosen Begriffen wie Gepardenforelle, Befreiphone oder Kleindatenhaltung einfallen lassen.

    Ich denke außerdem, dass die Gewinnsumme nicht ausschlaggebend ist. Geht eher um Ruhm und Ehre und so ;)

    Viele Grüße

  • […] Wer tatsächlich bis zum heutigen Tage geglaubt haben sollte, daß Google neutrale Suchergebnisse liefert, kann natürlich etwas aus dem SEO-Wettbewerb lernen, für alle anderen ist das offizielle Fazit “Kleindatenhaltung” […]

    Edited: Link entfernt, da Artikel entfernt … falls nur verschoben bitte melden ;-)

  • Der Trend ist eindeutig. Der nächste iPhone SEO Contest ist gestartet, BigiPhone.
    Ziel ist es nun, dieses Wort mithilfe der Suchmaschinen-Optimierung an oberster Stelle zu platzieren. Wer am Ende der Laufzeit an oberster Stelle steht, hat gewonnen.

    Die Laufzeit des Wettbewerbes beträgt genau 20 Tage und endet somit am 19. Dezember 2008 um 19:00 Uhr. Gewertet wird das Ergebnis auf der deutschen Google.


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