SEO Marketing Blog
.... googeln bis der Arzt kommt
3 Theorien, wie Google im nächsten Schritt mit den bereits im TB-PR abgestraften Linkverkäufern umgehen könnte & wie ich persönlich in den 3 Szenarien reagieren werde – laughing strictly forbidden – always ;-)
Quo vadis Google?
Tja, wie geht´s denn nun wohl nach den Google Toolbar Pagerank Abwertungen weiter mit der Anti-Linkkauf Kampagne von Google?
Im Folgenden mal denkbare Szenarien – fröhlich bei nem guten Rotwein zusammentheoretisiert ;-)
- Variante 1.
Google lässt alles so laufen wie momentan, d.h. Toolbar PageRank bleibt auf abgestraft (reuige Sünder bekommen nach einem Review über die Google Webmastertools ihr grünes Brett vorm Kopf zurück) und sinkt vielleicht bei einigen, die kein Nofollow nachrüsten, noch weiter. Das Ganze hat keinerlei negative Auswirkungen auf Google Positionen & Traffic, d.h. es wäre wirklich “nur” ein Schlag gegen PageRank-Junkies & PR-Verkäufer. - Variante 2.
PageRank Abstrafungen aus der Google Toolbar für Linkverkäufer & z.B. Trigami Blogger in das Ranking der jeweiligen Seiten einfliessen lassen. Die Projekte bleiben bei der Variante im Index, werden aber gefiltert (ala -100 oder so).
Das Google für nicht zu Kreuze kriechende Nofollow-Verweigerer dann aber auch einen Schritt weiter geht, und den bösen Linkkäufern etwas von der Abstrafung überträgt, kann ich mir nicht vorstellen, da dann Links von derartigen Projekten für “Google Bowling” genutzt werden könnten – eine neue Linkvermietungs-Marktnische wäre geboren ;-)
Eine andere Möglichkeit wäre, die externen Links der hinsichtlich TB-PR & Ranking abgestraften Seiten zu entwerten. Ich schätze das bekommt Google technisch jedoch nicht ohne Weiteres automatisiert hin, solange die Domains im Index sind.
Effekt: die meisten No-Nofollow Linkverkäufer müssten empfindliche Einbussen hinsichtlich Google Suchtraffic hinnehmen & würden wahrscheinlich größtenteils “zu Kreuze kriechen” & Nofollow in Ihren kommerziellen Verlinkungen einbauen.
Einige würden es keinesfalls machen & weiter auf No-Nofollow beharren (ich zumindest, vielleicht gibt´s ja noch ein paar mehr), solange die Wirkung der Backlinks Bestand hat.
Äh ja, und die Linkpreise steigen natürlich an, da durch die Kauflink-Verknappung & den Aufbau weiterer dezenter Domain-Netze, “unterhalb des manuellen Google Spam Radars”, zusätzliche Kosten entstehen. Macht aber für SEOs nix, da Linkaufbau immer noch deutlich billiger bleiben wird, als die entsprechenden Adwords-Kampagnen ;-) - Variante 3.
Das “worst case scenario” für Betroffene, welches eintreten würde, falls Google es diesmal einigermassen ernst meint (& nicht nur Exempel statuiert, wie ehemals bei BMW.de oder searchking.com), wäre bei den hartnäckigen Linkverkäufern ohne Nofollow, neben der Abwertung des Toolbar PageRank, im nächsten Schritt die Rankings im Google Index entsprechend abzuwerten und die Seiten irgendwann völlig aus dem Google Index zu entfernen. Dann wären die Verlinkungen wertlos & die große Masse der Hobby-SEOs & privaten Linkbuilder könnte Aufwand & Kosten nicht mehr tragen, um einen effektiven Linkaufbau hinzubekommen …
Soweit so gut oder eben auch nicht – bin mir momentan alles andere als schlüssig, welchen Weg Google nehmen wird?
Da ich sowieso nur mit dem SEO Blog hier betroffen zu sein scheine, kann ich das ganze PageRank-Theater aus meiner Sicht relativ entspannt betrachten.
Bei Variante 1 & 2 würde sich für mich gar nichts ändern (ich werde definitiv kein Nofollow in meine Verlinkungen hier einbauen!), wobei ich bei Variante 2 einfach mal experimentell den SEO Blog per robots.txt temporär aus dem Google katapultieren würde (Roberts Artikel zum Google Bot aussperren hat mich neugierig gemacht, wie sich sowas wohl “anfühlt” ;-)), um zu schauen, wer hier noch mitliest ;-)
Würde dann bedeuten, daß ich im Schnitt auf ca. 60 % meines Traffics (etwas 400-700 Unique Visits täglich) verzichten müsste (die restlichen 300-500 sind Feed, Refferal, Bookmark & Type-in Traffic), welcher zum Teil (etwa 60% des Traffic-Verlustes) sowieso völlig themenirrelevant zu SEO ist, da es Kombis wie “Stoiber Reden”, “Icons kostenlos”, “Ipod gewinnen”, “Autogas Berlin” oder ähnlichen Käse, üder den ich hier mal geschrieben habe, betreffen würde.
Die Adsense Einnahmen von diesen einzelnen Artikeln (hab sonst keine hier im Blog) liegen bei etwa 5-10 $ monatlich, das kann ich “verkraften” ;-)
Von etwa bisher gesamt 25TSD bis 30TSD UVs im Monat würden also theoretisch ca. 10-12TSD übrig bleiben. Schade wäre es hierbei letztlich nur um die etwa 4000-6000 monatlichen Suchzugriffe über Google, welche mit relevanten Einzelkeys & Keyword Kombis zum Thema SEO hier über Google landen.
Bei Variante 3 würde ich es erstaunt akzeptieren & zugestehen müssen, daß Google diesmal nicht nur mit Scheingefechten versucht gegen Verstösse ihrer Webmaster Guidelines vorzugehen. Das seo-logische bloggen würde ich wie gehabt fortführen (hätte für mich den gleichen Effekt wie Variante 2) & würde als “privaten Rachefeldzug” mal wieder in die Spamkiste greifen & das Thema nach fast 5 Jahren Abstinenz wieder aufgreifen (funktioniert ja dummerweise auch immer noch prima in dem ach so objektiven Google Index ;-)), um Google zumindest im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten einfach auch ein bißchen zu ärgern.
Hier gäbe es dann Black Hat Techniken als neue Kategorie, um ein bißchen neuen Traffic (jaja, über Content ;-)) anzulocken. Wäre zwar ein Spielchen David gegen Goliath oder Don Quichote gegen die Windmühlen – macht aber nix, solange ich mich dem Nofollow-Terror des Google Monopols nicht beugen muss …
Lasst doch mal hören, was ihr glaubt, zu welcher der 3 obigen Varianten Google greifen wird?
Falls Variante 2 noch dieses Jahr kommen sollte, habe ich leichtsinnigerweise in den Kommentaren (No 10) zum Artikel Google Toolbar PageRank dem SEOnauten meine bisher ungenutzte Domain www.seorakel.de incl. 2 Jahren Hosting als “Orakel-Prämie” angeboten – mal schauen, ob sie fällig wird & Marco das gute Stück haben möchte & dann auch nutzt ;-)
Achja, und bevor mir jemand “Heulsuse”, “Weichei” oder “Warmduscher” vorwirft, weil ich nicht direkt freiwillig aus dem Google Index aussteige:
Könnt ihr glatt vergessen, gehe ich gar nicht drauf ein! Solange Google nicht wirklich durchgreift, werde ich sicher keinen vorauseilenden Aktionismus an den Tag legen, da mir der TB-PR wirklich wurscht ist – zumindest angesichts der momentan aktuellen Variante 1.
So, und abschließend noch ein paar weitere denkbare Visionen “ausser Konkurrenz” & “just for fun”, wie Google sein angeschlagenes Image weiter zu Grabe tragen könnte:
- Beim nächsten PageRank Update werden alle Blogs abgestraft, die kein Nofollow in ihren Kommentaren nutzen, da das ja quasi die Selbstbedienung der potentiellen Backlink-Sammler herausfordert.
- Beim übernächsten PageRank Update werden alle abgestraft, deren Supplemental Index Anteil mehr als 50% beträgt (da sie Ihre “unnützen” Seite nicht intern mit Nofollow anlinken), da dies eine unzumutbare Server-Belastung für Google darstellt.
- Beim darauf folgenden Pagerank Update werden alle abgestraft, die auf Wikipedia oder auf Google mit Nofollow verlinken – selbsterklärend ;-)
- … anschließende Toolbar PageRank Updates werden wieder monatlich stattfinden, da nur noch für 50 % aller Seiten eine neue Berechnung stattfinden muss, alle anderen leben mit einer blütenweissen Toolbar-Weste bis ans Ende Ihrer Tage …
So, dat war´s für heute … have fun ;-)
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Tags: backlink, blogger, content, linkkauf, nofollow, pagerank, ranking, traffic, update, verlinkung
Am 23.11.07, 00:07 in Google SEO undGooglevil undTraurig, aber wahr ...
von Frank veröffentlicht.
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von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 5930 · heute: 2
9 Kommentare zu "Quo vadis Google?"
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23.11.07 um 00:22:591. Bib Neyo
Man könnte sich auch von den ‘Varianten’ lösen und einige Aspekte als aufeinanderfolgende Schritte sehen. Hatte hier:
http://www.netdesignz.de/googles-strafe-pagerank-0/
schon kurz erwähnt gehabt, dass Google – nach der PR 0 Verteilung – ernsthaft mit dem Gedanken an einen Rausschmiss aus dem Index spielt.
-
2. Matthias
Hiho,
ich finde den Ansatz ansich ein wenig verquer. Wenn die Suchmaschinen schon in der Lage sind gekaufte Links zu identifizieren, würde ich die Käufer abstrafen und nicht die Verkäufer.
Die Käufer versuchen die Ergebnisse zu manipulieren, die Verkäufer sind nur Nutzniesser dieses “Schlupfloches”. Wenn Google anfangen würde die Käufer abzustrafen, bzw die gesammelten Trigami-Linktausch-Link2Friend-Links nicht mehr zu werten, würde auch der ganze Linkkauf auf einen Schlag aufhören.
Damit mein Vorschlag: Straft die ganzen SEO-Geldgeilen-Linkkäufer ab und das Thema PR hat sich gleich mit erledigt..
Gut, einen Nachteil hätte das ganze, damit wird das Internet wieder zu dem was es vorher war, eine riesige contentlose Erotiksammlung..
Und für Dein Blog: Ja, sperr Google aus, damit zeigst Du es denen, aber richtig ;)
(Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen) -
3. Damian
Hi Frank, also bislang ist bis auf den PR ja noch nichts passiert, also man darf echt gespannt sein. Was ich mir jedoch definitiv nicht auflegen lasse, sind irgednwelche Forderungen, Links mit No-Follow zu deklarieren.
Ob der erzörnte Riese Googliath ;) es ernst meint, das vermute ich nicht! Linktausch ist nach wie vor ein bestandteil des Internets und sollte es weiterhin bleiben (bis auf diverse Linktausch-Spammer und andere hinterlistige Techniken).
Mit der Abstrafung hat Google seinen Effekt bereits erzielt, es gab ein riesen Aufschrei, zickerei, stänkerei und Linklöschungen auf hundertausenden von Seiten. Damit sind die “bösen” Jungs erstmal für paar Monate beschäftigt und können Ihre Wunden lecken.
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5. Matthias
Ja, das mit dem Mitbewerber-Bowling stimmt schon…
Hmm.. aber vielleicht könnte man dann einfach diese Art von Links nicht werten, bzw man müßte halt früher oder später sich mal ein Beispiel an anderen Suchmaschinen nehmen und ein bißchen weniger Wert auf die Links setzen, sondern mehr Rating auf andere Bereiche zu verteilen..
Mir schweben da Möglichkeiten wie Technorati, Kommentar-Verhhalten, Auswertungen von Userverhalten (z.B. Aufenthalstdauer) oder semantische Ansätze um den Content besser einzuschätzen..
Alles viel Arbeit, aber die Linkgeschichte ist doch ein fast zu tode gerittenes Pferd, oder?
-
[ ] Im SEO Marketing Blog malt man sich drei Varianten aus, wie Google jetzt weiter vorgehen könnte und möchte wissen, was wir denken. Schwierige Frage. Schon möglich, dass Google zunächst Variante 1 fahren wird, also die freundlichere Methode (Webmaster hat die Chance alles grade zu biegen, kein Ranking-Penalty). Ansonsten wären auch die Varianten 2 und 3 denkbar, diese aber eher später. Ich seh das ganze als mögliche Kombinationsmöglichkeit, quasi Eskalationsstufen, die zeitgesteuert greifen. Funktioniert bei einem Webmaster nicht die liebe Vorgehensweise, greift halt die strenge. Ansonsten sei schmunzeln bei dem Beitrag auch erlaubt [ ]
-
Also ich gehe auch massiv davon aus, dass Variante 1 bestehen bleibt. Falls Google Variante 2 oder 3 wählen sollte, schneidet sich das Unternehmen auf jeden Fall ins eigene Fleisch! Und wenn Google was vermeiden will, dann das!
Für SEOs bleibt das Ganze höchst interessant – aber keine der Varianten wird den Linkverkauf stoppen oder unterbinden können, da Links nunmal die Basis des Webs darstellen. Content hin, Content her, ohne Links geht’s nicht. Wie Du schon geschrieben hast, Frank, selbst wenn der worst case eintritt, dann werden die Links eben deutlich besser integriert. An der Tatsache des Handels wird aber auch diese Vorgehensweise nichts ändern.
Google wird sich meiner Meinung nach lieber mit den Kapazitätsproblemen und Hardware-Engpässen bzw. mit der Weiterentwicklung der Semantik beschäftigen als sich mit der PR/Linkkauf Problematik dauerhaft im Kreis zu drehen. Denn diese Kombination wird mittel und langfristig das Web verändern und auch den Linkhandel unterbinden können. Wenn dann noch ne gute Portion KI in Verbindung mit Social Services ins Spiel kommt, dann sind wir bei der Suchmaschine der Zukunft … und da spielen Links – und somit auch der Handel – eine deutlich untergeordnete Rolle.
-
[ ] Mehr dazu im Seo Marketing Blog Social Bookmarking [ ]
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