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Ein von mir mit immer größerem Erstaunen betrachtetes neudeutsches Phänomen der letzten Dekade: die Rechtschreibreform. Habe lange nichts weiter davon verfolgt und nie ernsthaft versucht etwas davon umzusetzen. Ich habe mir aus stillem Protest auch keinen neunen Duden gekauft und in meinen Textverarbeitungsprogrammen überall das Häkchen bei “alter Rechtschreibung” drin. O.k. ich gestehe, ich hatte […]

nun mal wieder Du …

Ein von mir mit immer größerem Erstaunen betrachtetes neudeutsches Phänomen der letzten Dekade: die Rechtschreibreform.

Habe lange nichts weiter davon verfolgt und nie ernsthaft versucht etwas davon umzusetzen. Ich habe mir aus stillem Protest auch keinen neunen Duden gekauft und in meinen Textverarbeitungsprogrammen überall das Häkchen bei “alter Rechtschreibung” drin. O.k. ich gestehe, ich hatte mal ne kurze Phase, in der ich in Mails angefangen hatte Du klein zu schreiben, war allerdings schnell wieder vorbei, da ich es optisch als “gar nicht akzeptabel” emfand …;-)


Ansonsten habe ich an sich immer nur die, am meisten von der Rechtschreibreform betroffenen, Schüler bemitleidet und mich gefreut, aus dem Alter der Diktate durch Staat und Lehrer raus zu sein.

Wie heute in der FAZ zu lesen ist, wird die Rechtschreibreform mal wieder reformiert:

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat bei seiner letzten und achten Sitzung am Freitag mit einer Gegenstimme eines Didaktikers über Änderungen bei der Groß- und Kleinschreibung entschieden. Es ist jetzt also wieder nötig, „angst und bange machen” sowie „bankrottgehen und pleitegehen”, aber auch „es nimmt mich wunder” oder „not sein” klein zu schreiben.

Originalbericht der FAZ zur Reform der Rechtschreibreform.
Bald heisst es darüber hinaus aber auch wieder nicht mehr nur in Bayern “Erste Hilfe” und “Heiliger Vater”, na wenn mal nicht der bayrische Abgesandte in Rom seine Finger im Spiel hatte ;-).
Insgesamt beschäftigen sich in etwa 250 Mitarbeiter in Berlin als der “Rat für deutsche Rechtschreibung” seit mehr als 10 Jahren mit der Thematik Rechtschreibreform. Irgendwie wirkt dieses “Beamten-Theater” auf mich wie ein Beschäftigungsprogramm im großen Stil.
Andererseits finde ich es gut, daß sich die Reform wieder in Richtung meiner, seit Kindheit antrainierten, Schreibgewohnten annähert und zukünftig das (groß)geschriebene Du wieder als “richtig geschrieben” einstuft …

Für alle die gar nicht mitbekommen hatten, daß sich am “Du” im Briefverkehr die vergangenen 10 Jahre etwas geändert hatte, nur als schon historische Info der §66 der offiziellen Wörterliste:

Neu kleinzuschreiben sind: die Anredepronomen du und ihr und die dazugehörigen besitzanzeigenden Pronomen dein und euer in der Briefanrede

Bei der 2ten Orthographischen Konferenz im Jahre 1901 (maßgeblich für die Rechtschreibung im Schulunterricht von 1955 bis zur aktuellen Rechtschreibreform) gab es übrigens bereits ähnliche “Problemchen” und gezielte Einflussnahmen. Die damalige Abschaffung des “Th” wurde damals per kaiserlichem Dekret dahingehend “ausgehebelt”, daß lediglich der Begriff “Thron” weiterhin mit der Th-Schreibweise genutzt werden konnte …

PS: Kennt jemand ein WordPress-Plugin (vielleicht mit AJAX) für die allgemeine Rechtschreibprüfung beim Schreiben von Artikeln, hab beim googeln nix richtiges gefunden?

Weitere Infos zur Rechtschreibreform:
Contra Rechtschreibreform
Pro Rechtschreibreform
Offizielles Regelwerk und Wörterliste der “geänderten Schreibungen” (hab ich so auch noch nie gehört, gleich mal schauen, ob “Schreibungen” auch in der Wörterliste selbst auftaucht)


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Am 04.02.06, 13:20 in Querbeet
von Frank veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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· Gelesen: 5154 · heute: 3


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