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Das Phänomen des URL-Hijacking ist ein bereits alter Google-Bug (seit etwa Mitte 2003 bekannt), der es ermöglicht fremde Websites aus den Google Suchergebnissen zu “entführen”. Ich kenne zwar keine 100%-ige Prävention, die weiter unten folgenden Punkte machen das Hijacking zumindest aber schonmal etwas unwahrscheinlicher. Die URL-Entführung wird durch eine Weiterleitung (meta refresh oder 302 redirect) […]

URL Hijacking in Google – mögliche Prävention

Das Phänomen des URL-Hijacking ist ein bereits alter Google-Bug (seit etwa Mitte 2003 bekannt), der es ermöglicht fremde Websites aus den Google Suchergebnissen zu “entführen”. Ich kenne zwar keine 100%-ige Prävention, die weiter unten folgenden Punkte machen das Hijacking zumindest aber schonmal etwas unwahrscheinlicher.

Die URL-Entführung wird durch eine Weiterleitung (meta refresh oder 302 redirect) von einer stark verlinkten URL (meist mit hohem Pagerank) auf die betroffene URL ausgelöst. Ergebnis ist, daß die verlinkte URL aus den Suchergebnissen verschwindet und stattdessen die verlinkende URL gelistet wird.

Dieser Google-Bug betrifft relativ viele Websites, da immer noch viele Webmaster z.B. bei Webkatalog Einträgen zur Generierung von Backlinks immer noch fasziniert auf den PageRank der Webkataloge starren und dabei die Gefahr des URL-Hijacking nicht kennen oder beachten.

Laut Matt Cutts soll der Google Bug zwar durch (oder auf Basis von) Bigdaddy endlich auch behoben werden – ob und vor allem es denn tatsächlich klappt wissen die Götter, da momentan auf Bigdaddy-Datencentern noch gehijackte URL´s auffindbar sind …

Die folgenden Tipps können das Hijacking bereits im Vorfeld etwas erschweren, jedoch leider nicht verhindern:

1. Eindeutige URL´s nutzen (auch wegen des “cannonical URL” Google Bug), d.h. entweder nur mit www oder ohne www intern verlinken. Dies löst man am einfachsten per htaccess und unbedingt immer nur mit der 301 Weiterleitung.

Beispiel Apache Server auf die nur-www-version:
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.example\.com
RewriteRule (.*) http://www.example.com/$1 [R=301,L]

Beispiel Apache Server auf die ohne-www-version:
RewriteCond %{HTTP_HOST} !^example\.com
RewriteRule (.*) http://example.com/$1 [R=301,L]

2. Den HTML Base Tag im Head der Site nutzen
Das HTML Base Tag legt eine feste Ausgangs-URL für alle Links einer Site fest – hier gibts die W3C Erläuterung zum Base Tag

3. Nutzung von absoluten URL´s innerhalb einer Site, d.h. auch interne Links immer mit URL verlinken,
z.B. bsp-url.de/goatix/bigdaddy-datencenter-infrastruktur-update/ statt nur goatix/bigdaddy-datencenter-infrastruktur-update/
Die absolute interne Verlinkung hat nach meiner Kenntnis keinen negativen Einfluss auf das Site-Ranking bei Google – früher soll es sogar positiv für die Suchmaschinenoptimierung gewesen sein, wobei ich es nie praktiziert habe und keine praktische Erfahrung damit habe.

4. Auf jeder Unterseite z.B. die aktuelle Zeit, Page-Counter, Zufalls-Texte oder Zufalls-Links einblenden, so daß die Seite bei jedem spidern durch Google etwas andere Inhalte hat.

Um herauszufinden, ob man von URL-Hijacking betroffen ist, kann man z.B. dieses gratis Tool auf Antihijacker nutzen, um seine Referrer auswerten zu lassen.

Nicht so umfassend, aber schneller und ohne etwas offline zu installieren, ist die Methode in der Google-Suche “site:meine-url.de” einzugeben.
Wird dabei in den Suchergebnissen bei dieser Abfrage die hijackende Seite ebenfalls angezeigt/aufgelistet (obwohl sich die URL´s der beiden Sites natürlich unterscheiden) ist die Site vom Hijacking betroffen. Normalerweise liefert die Site-Abfrage in Google nur Unterseiten der in der Site-Abfrage abgefragten URL.

Ebenfalls interessant ist die Site www.about-hijacking.org, wo Links auf die Gefahr des Hijacking überprüft werden können und einer Liste von Sites hinzugefügt werden können, die bereits für das Hijacking Phänomen bekannt sind.

Sollten Sie betroffen sein, sollte der erste Schritt immer eine Mail an den Hijackenden sein, in der der Zusammenhang erläutert und um Abänderung oder Entfernung des Links gebeten wird. Auch heutzutage sind sich immer noch viele Site-Betreiber gar nicht bewußt, daß sie fremde URL´s aus den Google Suchergebnissen entführen.
Hijacking zu verhindern sollte eigentlich auch das Problem von Google und nicht das der Webmaster sein … ;-)

Und wenn gar nichts mehr hilft, hier noch Betrachtungen der rechtlichen Aspekte des URL Hijacking bei RA Dr. Bahr und eine Diskussion dazu im SEO News Blog.


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Am 26.03.06, 13:32 in Google SEO
von Frank veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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2 Kommentare zu "URL Hijacking in Google – mögliche Prävention"


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