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SEO Marketing Blog

.... googeln bis der Arzt kommt

Rhetorische Frage: wie dusselig kann man denn eigentlich sein, bevor es anfängt weh zu tun?
Ich glaube da gibt´s speziell unter Pseudo-Marketing-Fuzzis ne nach oben offene Skala ;-)
Frage mich immer wieder, sobald ich mal wieder die Anmeldeversuche in meinem Webkatalog kontrolliere um freizuschalten, ob Geschäftsideen dumm machen können, oder ob die “ichbinabmorgenerfolgreichermillionär” Typen schon vorher mit nem IQ unter der Raumtemparatur durchs Leben ruderten?

Webkatalog Spam + Aufnahme Webkataloge in Google

Ich habe vor kurzem ein Webkatalog-Script installiert, welches ich nach und nach redaktionell betreut manuell aufbauen lasse. Die Nebeneffekte einer Ausgangslage auf Basis eines bereits relativ weit verbreiteten Webkatalog-Scriptes bieten interessante Einblicke in den aktuellen Stand verschiedener Suchmaschinen Spam Ansätze.

Nachdem ich die Software vor etwa 4 Wochen gekauft und installieren lassen habe, hatte ich einen Backlink darauf gesetzt und das Projekt erstmal zurückgestellt, da ich es nur als einen relativ uninteressanten Nebenschauplatz sehe. Ich hatte die ersten Wochen nicht einmal den Admin-Bereich passwortgeschützt, wenn das die Spam-Fraktion mitbekommen hätte …;-)

Letzte Woche habe ich mich dann endlich mal darum “gekümmert”, d.h. Kategorien eingerichtet, das Logo (made by Julie, Danke :-)) eingebaut und weitere Backlinks geschaltet. Ging alles “ratzfatz” und denkbar unkompliziert.

Die große Überraschung kam, als ich das erste Mal im Admin-Bereich die neuen Linkeinträge aufgerufen habe – 587 Neuanmeldungen. Erstmal war ich ziemlich baff (ich habe auch eines der Vorgänger-Scripte seit etwa 2 Jahren im Einsatz, da kommen im gleichen Zeitraum nur etwa 50 Neuanmeldungen) und hab mich natürlich gefreut.

Bei genauerem Hinsehen musste ich jedoch leider feststellen, daß etwa 50 % der Anmeldungen einfach nur Suchmaschinen Spam verschiedenster Coleur war, den ich nun manuell löschen durfte.

Hab dann gleich mal mit dem Programmierer telefoniert, der mir wiederum erzählte, daß die neue Software mit der Software von nem Anbieter für kostenlose automatische Suchmaschinenanmeldungen gekoppelt sei. Na ja, was solls, er hat es ja nur gut gemeint und die verbleibenden 50 % guter Anmeldungen rechtfertigen den Arbeitsaufwand immer noch.

Der eigentliche Anlass für diesen Artikel ist jedoch die Faszination angesichts der selten dämlichen Anmeldeversuche, die man tagtäglich erlebt.

Wenn ich mir die aussortierten 50% Suchmaschinen Spam so anschaue, fühle ich mich doch tatsächlich größtenteils in die SEO-Steinzeit zurückversetzt.

Es wirkt irgendwie, als ob da draussen in den Untiefen des WWW mehrere parallele Internet-Zeitzonen existieren und einige Webmaster in virtuellen Zeitschleifen hängengeblieben sind … ;-)

Hier einige klassische Suma-Spam Variationen, von denen so insgesamt etwa 10-20 neue Anmelde-Versuche täglich auftauchen.

Vielleicht kann der ein oder andere selbsternannte “Marketing-Profi” daraus lernen wie man es besser nicht machen sollte, bzw. warum man sich eine Anmeldung mit derartigen Projekten in redaktionell betreuten Webkatalogen sparen kann:

1. Als erstes die Spezies der “ewig Vorgestrigen”, die glauben mit einer, seit etwa 1998 existierenden Doorwaypages Software, in Google die Top-10 Positionen auf Knopfdruck stürmen zu können.

Obwohl Google die unveränderte Dateibezeichnung dwindex.html seit etwa 8 7 Jahren hartnäckig nicht erkennt und diese Doorwaypages-Konstrukte mittlerweile im Google-Index weit verbreitet wurden (Google Suche nach dwindex.html), sind die Erfolgsaussichten bei relevanten Keywords oder Phrasen vergleichsweise sehr bescheiden.


Bei Abwägung der mageren “Erfolgsaussichten”, gegenüber dem Risiko durch Spam-Ausschluss bei Google, eine an sich gute Domain “zu verbrennen”, ist der Einsatz dieser Doorwaypages Software mittlerweile eher ein Kamikaze-Projekt.

Die Tatsache, daß relativ viele von diesen Neu-Anmeldungen eintrudeln, resultiert aus der Tatsache, daß in der Software-Beschreibung erläutert wird, daß es sehr sinnvoll und wichtig sei, die Doorwaypages (d.h. die Startseite des Konstruktes dwindex.html) separat in Suchmaschinen & Webkatalogen einzutragen – mal wieder Märchenzeit nach dem Motto “Esel reck Dich, Esel streck Dich” …;-)

2. Ebenfalls sehr weit verbreitet und genauso sinnlos wie obige Doorwaypages, ist die äußerst kreative Idee z.B. direkt einen Profiseller Account, irgendwelche MLM-ID Unterseiten oder Subdomains nach dem Motto “ab morgen Internet-Millionär ohne Arbeit” oder “arbeitslos und Hartz IV muss nicht sein”, Finanzdienstleistungen aller Art, Aloe Vera-Partnershops oder immer gleiche auf Knopfdruck erstellte Affiliate Reise-Ratnerprogramme anzumelden.

Das scheint mir eine ganz spezielle Spezies von Webmarketing-Experten zu sein, da keiner von ihnen über einen eigenen Webauftritt verfügt.
Die etwas cleverere Abart dieser Webkatalog Anmeldevariante ist es z.B. eine schicke .info Domain (gibts teils für ein Jahr gratis) anzumelden, die dann wiederum direkt per DNS auf einen dieser ID- oder Subdomain Partnerprogramm-Accounts weiterleitet werden.

Bringt ausser dem eventuellen Traffic aus dem jeweiligen Webkatalog (mit so was kommt man nur in Schrott-Kataloge, die dann auch entsprechenden Traffic liefern) fürs Google Ranking nullkommagarnichts.

Zumindest die “ab morgen sind Sie Millionär” Vertreter scheinen davon auszugehen, daß alle anderen noch dümmer als sie selbst sind.
Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, warum man einen derartige Bauernfängerei verbreiten sollte und womöglich wirklich daran glaubt, auf diesem Wege online reich werden zu können?

Tipp am Rande für alle zukünftigen Online-Millionäre auf MLM Basis: ich würde den Ferrari sicherheitshalber sofort bestellen, bevor die anderen “spontanen” Internet-Millionäre, Dank der Verbreitung der “Geheimnisse & Botschaften” über Webkataloge, die kommenden Jahresproduktionen aufkaufen … ;-)

3. Leider auch nix Neues, da Google immer noch nicht 100%-ig damit klarkommt – die “duplicate content” Webkatalog-Anmelder mit zig verschiedenen Domains und exakt gleichem Content.

Den Vogel abgeschossen haben bei mir letzte Woche ein kleinerer österreichischer Buchhändler und ein Uhrmachershop, die ihren Content je unter insgesamt etwa 25-30 unterschiedlichen (teils sogar wirklich guten) Domainnamen anmelden wollten.
Das dürfte selbst Google mitbekommen … ;-)

4. Websites die auf gratis Webspace (z.B. de.ki, de.vu etc…) gehostet sind, haben bei meinen Webkatalog Anmeldungen einen Spam- oder reinen Affiliate-Anteil von mindestens 95%. Daher schaue ich mir die schon gar nicht mehr an und schmeisse sie direkt wieder aus der Warteschleife.

Sorry an die ehrlichen Betroffenen, geht nicht anders – wäre aber einfach zuviel Arbeit für die 5 % privaten Websites auf gratis Webspace, die nach manueller Betrachtung mit tatsächlich einmaligem Content/Inhalt übrigbleiben.

5. Und dann gibt es da noch so ein paar sehr spezialisierte Spam-Fälle, die anscheinend den Finger überhaupt nicht mehr von ihrer Suchmaschinen-Eintragssoftware lassen können, um damit systematisch Webkataloge zuzuspammen.

Als da wären aktuell z.B. so eine Art “Kleinanzeigenmarkt”, der jede Kleinanzeige einzeln automatisch anmeldet, ein Drucker-Spezi, der jedes Produkt seines Shops einzeln anmeldet oder die momentan äußert hartnäckigen Freimauerer und Scientology Projekte ohne Ende.

Die versuchen anscheinend momentan verstärkt neue Adepten, bzw. Jünger online zu akquirieren, indem sie systematisch alle paar Tage versuchen, sich automatisch in eine andere Katalog-Kategorie anzumelden.

6. Die immer wieder vorkommende Anmelde-Variation www.http://meindollesprojektmitdemichreichundberuehmtwerde.de (“www.” vor “http://”) – ignoriere ich mittlerweile auch komplett, da die Inhalte der Sites in der Regel genau dem ersten Einduck der “legasthenischen Schlagseite” durch Angabe der verhuddelten Domain-Adresse entsprechen …;-)

Keine Ahnung ob es ein Fehler in der Suchmaschinen-Anmeldesoftware ist, oder einfach doch nur aus der “Planlosigkeit” der jeweiligen Nutzer resultiert?

7. Die Sex, Casino und Viagra Webkatalog-Spammer bekomme ich zum Glück gar nicht zu Gesicht, da ich die einschlägigen Keywords dieser Branchen von Beginn an in der Keyword-Blacklist des Kataloges hinterlegt hatte.

Hier habe ich die WordPress Spam Blackliste für Keywords genutzt – funktioniert wirklich prima …;-)

8. Eigentlich kein Spam, aber der gleiche Effekt. Webseiten die nur aus leeren Unterseiten (“diese Kategorie wird gerade bearbeitet”), leeren Foren oder Blogs und im schlimmsten Fall einer einzelnen Baustellenseite bestehen.

Diese Online Marketing-Experten machen sich tatsächlich die Arbeit etwas anzumelden, wo nix drauf ist. Sehr spassig, die haben bestimmt irgendwo mal einen SEO-Tipp gelesen, in dem stand, daß das Alter einer Domain einen Einfluss auf deren Google Ranking hat.

Aber ohne Inhalte besteht nun mal kaum eine Chance in einen vernünftigen Webkatalog reinzukommen – setzen, sechs …;-)

Weitere mögliche Beispiele sind beinahe endlos – lange Rede, kurzer Sinn: einen inhaltlich vernünftigen Webkatalog kann man nur redaktionell betreut aufbauen, da die Suchmaschinen-Spammer das Angebot ansonsten sehr schnell zu einem wertlosen Spam-Haufen machen!

Die Arbeit lohnt sich nach wie vor, da man auf diesem Wege relativ viele Seiten, mit für Google einmaligem Content, aufbauen und (bei entsprechender redaktioneller Vorauswahl) irgendwann ein inhaltlich interessantes Verzeichnis sein Eigen nennen kann.

Noch zwei Rand-Bemerkungen zum Thema:

Evtl. hat sich schon der eine oder andere gefragt, warum ich denn den Domainnamen meines Webkataloges nicht genannt, oder gleich wie üblich mit “Webkatalog” verlinkt habe – liegt einfach daran, daß den Katalog erst bewerben werde, sobald in allen Kategorien ausreichend relevante & interessante Sites manuell eingetragen wurden – wer es unbedingt wissen will, findet die Backlinks darauf in meinem Seitennetzwerk … ;-)

Ich hatte gestern im Abakus Forum unter “Plauderstunde mit drei SEO´s” folgende zitierte Behauptung zweier angeblicher SEO´s gelesen: “Webkataloge werden nicht mehr in Google aufgenommen”.

Das dann in Verbindung mit der Aussage, daß diese drei zitierten SEO´s seit 10 Jahren erfolgreich für große Firmen in der SEO-Branche tätig seien, zeigt mal wieder, mit welchen Problemen große Firmen offensichtlich bei der Auswahl ihrer SEO´s zu kämpfen haben.

Daß SEO-Foren zudem der beste Nährboden für die surrealsten SEO-Mythen sind, ist hier wieder schön demonstriert … ;-)

Diese drei SEO´s kamen entweder aus dem Morgenland und haben auf dem Weg hierher zuviel an ihrem Weihrauch geschnüffelt, oder aber das zitierende Foren-Mitglied hatte einfach alles falsch verstanden was nur geht … ;-)


Webkataloge werden grundsätzlich, wie bisher auch schon immer, im Google Index augenommen – zumindest wenn die Domain nicht “verbrannt” ist und kein Spam eingesetzt wurde!!
Mein oben angesprochener Webkatalog war bereits wenige Tage nach dem ersten gesetzten Backlink beinahe komplett im Google Index … ;-)

Seitdem SEO den Mainstream der breiten Front völlig ahnungsloser Webmaster immer stärker erreicht, komme ich mir bei vielen SEO-Foren-Beiträgen vor, wie ein Bild-Zeitungsleser oder RTL-Zuschauer …

Auch wenn das meiste Foren-BlaBla kaum noch einen tatsächlichen Informationswert (für mich) hat – der Unterhaltungswert entschädigt momentan noch einigermassen.
Solange ich durch das Mitlesen keine dauerhaften Kollateral-Schäden abbekomme, machts manchmal irgendwie sogar richtig Spass, die haarsträubendsten SEO-Theorien mitzuverfolgen … ;-)

Nachtrag: Und wer wissen möchte, welches Script ich zum Zeitpunkt dieses Beitrages für Webkataloge genutzt hatte, sollte sich mal bei dieser Webkatalog Software umschauen.


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Am 05.03.06, 18:01 in Google SEO
von Frank veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 8280 · heute: 2


4 Kommentare zu "Webkatalog Spam + Aufnahme Webkataloge in Google"

  • 1. chris07

    Ich schätze mal, dass 97% der “SEO”-Anbieter im Gauner-Bereich anzusiedeln sind, weil die ja selbst wissen, dass sie die **** versprochene Leistung gar nicht erbringen können.
    Da möchte ich insbesondere ********** (die wieder mal offline sind) oder ******** gar nicht ausnehmen.
    So hat m.M. der Internet-Betrug nicht bloß bei **** oder ***** Hochsaison, sondern auch im SEO-Bereich.
    lg

    Edited by Frank:

    Deine, an sich schon haltlos verallgemeinerte, SEO-Gauner-Theorie auch noch mit Firmen-Nennungen, die nix mit SEO zu tun haben zu verbinden, ist hier unerwünscht & unangebracht, daher die Sternchen!
    Die völlig sinnfreie Info, daß 97% aller SEOs aufgrund ihres “übernatürlichen Erfolges” Gauner sein müssen, steht übrigens auch schon sinngemäß auf der Klowand um die Ecke bei Dir – geh am besten mal dort gucken …

  • Diese Spams sind echt das letzte. Sowohl als emails als auch auf den verschiedenen Webseiten.

    Liebe Grüsse

    Sylvie

  • Klasse Artikel…
    Bin mal gespannt, wie das alles noch weiter geht. Könnte mir vorstellen, dass Google mittelfristig selber irgendwelche redaktionellen Prüfungen mit in die Ergebnisberechnungen einfließen lassen wird. Dann gibt’s ein Google-Directory, das pro Eintrag und Jahr xx € kostet – und ohne Eintrag ist eine Positionierung nur ab der zweiten Seite abwärts möglich, hihi. Sozusagen Adwords-Verpflichtung für alle durch die Hintertür…

  • Mojensen :-)

    Diese Diskussion ist schon paar Tage alt – dennoch aktuell – deshalb Feedback von mir.

    Erst einmal toller Beitrag Frank, den ich so aufnehme und auch direkt auf meinem kleinen Dofollow Blog weiter empfehle.
    Die Software Deines Verzeichnisses habe ich wohl herausbekommen – aber die URL des Webkataloges immer noch nicht?
    Bekomme ich Info?
    Als seriöser Webkatalogbetreiber sind genau solche Beiträge das richtige für mich und Du hast in einer guten Art und Weise geschrieben.
    Es gefällt… :-)

    Natürlich kann ich Deine Anmerkungen bestätigen.
    Ich habe selbst ein kleines Webkatalog Demo Script installiert.
    Nur gedacht für die User zum anschauen und kaum angemeldet bei den Sumas.
    Der Spam = unfassbar.
    1-2 Post’s und schon gaben sich die Spammer die Klinke in die Hand.
    Viel von den Suchmaschinen und auch SEO Agenturen etc. springen drauf an.
    Es denken doch echt viele – das da was geht?

    Der kleine dazugehörige Blog “Der Webkatalog” spricht weitere Themen an und seither musste ich im Webkatalog selbst, erneut Hand anlegen um Spam und weiteres zu unterbinden.
    Die wenigsten sehen das aus dieser Sicht und so bleibt das von Dir bestätigte Fazit irgendwo:
    “Ein Webkatalog geht mal eben schnell und mit bisschen Technik = überrumple ich alle.”

    Meine Meinung:
    Spam – für und in Webkatalogen wird es immer geben.
    Egal wie und in welche Richtung. Jeder schützt sich so gut er kann.

    Vielleicht hast Du Lust, einmal mehr auf dem neuem Blog etwas zu sagen?

    VG Heiko


Deine Ideen zum Artikel: Webkatalog Spam + Aufnahme Webkataloge in Google

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