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.... googeln bis der Arzt kommt

Google macht ernst: Content Farmen ohne hochwertige Inhalte werden im Rahmen des Farmer Updates abgestraft. Vorerst sind nur die USA betroffen, dass es zu einem Rollout auf die internationalen Märkte kommen wird, ist absehbar.

Google Farmer Update

Heute ist es mal wieder soweit – ich (Manuel) habe mir gedacht, dass ich die Spekulationen rund um das Farmer-Update mal ein bisschen anheizen sollte. *hehe* Hintergrund des Ganzen ist, dass der Suchmaschinengigant Google mal wieder aufräumt – zumindest in den USA. Wie heise.de am Sonntag berichtete und auch jeder den Serps entnehmen konnte, wurde der Google Algo mal wieder ein bisschen modifiziert. Das aktuelle Update betrifft vorerst nur die USA, soll aber bald auch international realisiert werden. Das nährt natürlich die Spekulationen über die Auswirkungen des Updates und führt zu interessanten Grundsatzdiskussionen, die – sind wir mal ehrlich – eigentlich komplett überflüssig sein sollten.

Das sogenannte “Farmer Update” führt dazu, dass Seiten, die als thematisch breit gefächerte Content-Farmen auftreten nicht nur unter deutlich weniger Keywords (insbesondere auch aus dem Longtail) gefunden werden, sondern auch dazu, dass die Ranking-Verteilung eben dieser Seiten innerhalb der Serps negativ verändert wird. Die vormals – insbesondere auch mit dem gesamten Longtail – top platzierten Seiten wurden quasi von heute auf morgen global abgestraft – wie man auch der detaillierten Auswertung von Sistrix entnehmen kann.

Das Update zielt also darauf ab, die Qualität in den Serps dadurch verbessern, dass logische Prozesse mit qualitativem Fokus auf das Format Content-Farm angewendet werden. Dies bestätigt indirekt auch, was ich (und viele andere SEOs) seit Jahren predigen: es gibt definitiv Sinn, sich thematisch zu spezialisieren und innerhalb dieses Themenbereichs möglichst viel hochwertigen, redaktionell erstellten Content bereit zu stellen. Contentlastige Webseiten, die für die User einen möglichst hohen Mehrwert bieten sind definitiv sinnvoll und werden von Google auch so interpretiert. Abgesehen davon, dass man als SEO mit qualitativ hochwertigen white hat Projekten nicht nur dauerhaft gutes Geld verdienen kann, profitieren auch Kunden von seriösen SEO Agenturen indirekt von diesem Update.

Die von Johannes genannte Zielsicherheit ist wiederum im Rahmen des Farmer Updates wirklich erstaunlich! Sei es drum – Fakt ist, dass nicht nur die großen Content-Farmen nach dem Farmer Update bibbern müssen, auch für neue Seiten bzw. Startups im Web 2.0 bereich könnten die “Nachwehen” des Farmer Updates zum Problem werden. Das eigentliche Updates war mit Sicherheit noch nicht alles. Im Gegenteil – es bleibt abzuwarten, was in der nächsten Zeit hinterher kommt und das wiederum ist höchst interessant.

Fazit und Ausblick

Ich sehe mich durch das Farmer Update darin bestätigt, dass sich white hat Projekte auch zukünftig auszahlen werden. Sicher – es dauert einfach lange, grundsolide Seiten aufzubauen, bei denen die Content-Erstellung ein kleines (oder großes) Vermögen kostet. Es kann aber definitiv sinnvoller sein, als einfach “Web 2.0″ sein zu wollen. Trotzdem oder gerade deshalb ist aber logisch nachvollziehbar, dass eben diese hochwertigen Seiten in den Suchergebnissen bevorzugt werden müssen. Im Endeffekt macht Google mit dem Farmer Update nur das wahr, was white hat SEOs seit vielen Jahren befürworten und was – nebenbei bemerkt – seit Jahr und Tag auch den Google Quality Guidelinies zu entnehmen ist.

Eigentlich unglaublich, dass nicht noch mehr Qualitäts-Updates mit größerem Umfang realisiert wurden; ich bin mir daher auch sicher, dass noch einige weitere Algo-Änderungen mit ähnlichem Fokus folgen werden. Suchmaschinen arbeiten logisch und nichts ist logischer, als dass hochwertige, thematisch fokussierte Webseiten wichtiger sind als Content-Farmen, die oftmals auch noch mit unzähligen 1 zu 1 Plagiaten zu kämpfen haben. Das wiederum sollte jeder – spätestens seit der quasi globalen Abwertung der Artikelverzeichnisse – verstanden haben. Ansonsten war dies wahrscheinlich der letzte Warnschuss. Ich verzichte bewusst an dieser Stelle auf die “content is king” Phrase – aber genau hier haben viele Webseiten (insbesondere auch von Unternehmen) nachwievor ein gigantisches Manko. Nur ein Bruchteil der Webseiten geht bisher von Anfang an mit wirkich hochwertigem Content an den Start.

Genau dies zeigt aber auch, dass genau hier Defizite und somit auch langfristige Optimierungspotantiale bestehen. Natürlich zahlt es sich aus, viel Zeit in die Recherche, das Verfassen und Redigieren von Texten zu investieren. Natürlich ist es auch um so rentabler, möglichst viele hochwertige Inhalte zu publizieren. Nichts ist logischer, als das! Google greift dieser prozessualen Selbstverständlichkeit nur etwas unter die Arme und das ist gut so! Jeder SEO, der hochqualitative Projekte betreibt, jeder Webmaster und jedes Unternehmen mit der gleichen Philosophie werden vom Farmer Update indirekt dadurch profitieren, dass die “suchmaschinen-technischen Mitbewerber”, die bisher von den realen Mitbewerbern meist höchst different zu sein schienen, abgewertet werden, so dass ein realistischeres Konkurrenz-Szenario in den Serps entsteht. Google bildet damit – wenn man so möchte – die realen Mitbewerber-Konstellationen (exakter) ab.

Hierdurch wiederum erhöht sich aber auch die Eintritts-Hürde, die neue Webseiten bzw. die dahinter stehenden Unternehmen meisten müssen, um eine Webseite zum Erfolg zu führen. Andererseits werden diejenigen Newcomer bevorzugt, die auf die “high quality”-Schiene setzen und das wiederum führt zu einer suchmaschinen-technisch besseren Realitätsabbildung und faireren Mitbewerber-Konstellationen. Man darf also wirklich gespannt sein, wie sich das Ganze im deutschsprachigen Raum auswirken und entwickeln wird.

Ein Schritt weiter gedacht: Vorteile von gutem Content

Wer also noch nicht intensiv auf (wirklich) guten Content setzt, sollte sich schleunigst mit den Vorteilen von hochwertigen Inhalten vertraut machen. Es liegt auf der Hand, dass Google Webseiten mit weniger hochwertigen Inhalten zukünftig auch in großer Masse schlechter bewerten wird, als Webseiten, die inhalich Vollgas geben.

Gute Inhalte führen – sieht man mal von der extremen Streuung der Content Farmen ab – immer zu einer verbesserten Abdeckung des Longtails. Dass sich mit dem Longtail richtig Geld verdienen lässt, wissen wir alle spätestens sei Amazon und Ebay auf dem Markt sind – also gefühlt seit immer. Google ist eine Volltext-Suchmaschine und verfügt über eine sich immer weiter ausdifferenzierende Semantik. Google findet primär, was auf der Seite steht und das ist auch gut so. Sicher – die Idee von LSO ist auch interessant und wird auch immer mehr mit einfließen. Aber auch hier rentiert es sich zweifelsohne, auf eine ansprechende Kombination aus Content-Qualität und Quantität zu setzen. Das wiederum erhöht indirekt auch den Trust der Domain – welche wirklich hochwertige Seite verlinkt denn auf Content-Farmen, die so nicht einmal zitierbar sind und weshalb sollte Google die Farmen extrem gut ranken? Nur, weil sie viele Inhalte haben? Sorry, aber das Zusammenspiel von Qualität und Quantität wurde nicht nur in diesem Artikel, sondern eigentlich schon immer als elementar beziffert. Dass dies jetzt Menschen verwundert, wundert mich wiederum!

Nachtrag zu Qualitäts-Texten:

Um potentiellen Nachfragen vorzubeugen: ja, es gibt x Möglichkeiten, hochqualitative Inhalte erstellen zu lassen. Die bekannteste dürfte ein eigener Texter sein, der sich regelmäßig um hochwertigen Content bemüht. Gerade Freiberufler können in diesem Bereich auch optimal eingebunden werden – zumal für den Auftraggeber meist keine Nachteile durch die Nichtanstellung der textenden Mitarbeiter ergeben; je nach Branche und Thema kann es aber natürlich auch sinnvoller sein, einen Texter fest anzustellen.

Ziemlich interessant sind auch die Cloud-Texter-Services wie content.de oder textbroker.de geworden. Es wundert nicht, dass diese zum Erfolgsmodell geworden sind. Im Gegenteil. Ich bin überzeugt davon, dass man mit Cloud-Texten sehr gut im hochqualitativen Bereich arbeiten kann. Um die von mir gestellten Qualitätsansprüche zu erreichen kostet das aber natürlich auch ein paar Euro mehr – insbesondere auch durch das durchweg realisierte Lektorat. Gute Texte bekommt man eben nicht geschenkt; die Cloud-Anbieter ermöglichen aber eine immense Geschwindigkeit bei der Texterstellung – auch bei einer entsprechenden Quantität. Das wiederum ist meiner Meinung nach auch die Aussage des Farmer Updates – Quantität ist schön, sollte aber nur in Kombination mit Qualität wirklich funktionieren. Gerade hier können die Cloud Services wirklich mithalten – wohlgemerkt aber nur dann, wenn man seine Aufträge auch korrekt definiert!

Fakt ist, dass man – egal welche Art der Content-Erstellung man wählt – um eine möglichst umfassende, aber trotzdem auf den Punkt gebrachte Auftragsbeschreibung nicht herum kommt. Im Gegenteil: ich bin überzeugt davon, dass die besten Texte durch exzellente Texter in Kombination mit erfahrenen Auftraggebern entstehen. Dies wiederum bedeutet, dass die Beauftragung von Texten eben nicht “einfach mal so” von irgendjemandem übernommen werden sollte. Spätestens seit sich in den meisten Köpfen verankert hat, dass Texte mit den häufigsten Suchanfragen matchen sollten (steht so übrigens auch schon seit Jahren in den Google Webmaster Guidelines), sollte man sich aber auch vor Augen führen, dass man – wenn das Know-How hierfür inhouse nicht vorhanden ist – eben auch einen Profi für die Texterstellung ins Boot holen muss.

Diverse SEO-Agenturen, Webdesigner und Fullservice Agenturen sind auf die Optimierung eben derartiger Abläufe spezialisiert, werden aber insbesondere bei Web 2.0 Startups viel zu selten vorab (!) involviert, so dass man auch von Anfang an wirklich alles richtig machen kann. Das Resultat – die im Rahmen des Farmer Updates abgewerteten Content Farmen – kennt nun jeder von uns. Und was lernen wir daraus? Mittel- und langfristig durchdachte Strategien sind eine solide Basis, die gerade im Web 2.0 oftmals zu kurz kommt. Selbst klar definierte Aufgabenbereiche wie die Texterstellung gehören im sich professionalisierenden Web 2.0 immer noch nicht zum Standardportfolio jedes (Internet-)Unternehmens. Ob dies an den immer noch defizitären Ausbildungsberufen im SEO- oder generell gesagt im Internet Marketing Bereich liegt? Es würde mich nicht wundern – wie lange kann eine Branche denn noch ohne professionalisierte Strukturen (über-)leben? Auf jeden Fall so lange, wie Unternehmen inhouse ein gigantisches Know-How Vakuum aufbauen können und an der falschen Stelle – an der Strategie und Konzeption – sparen. Diese Negativblase kann – was das Farmer Update erneut eindrucksvoll gezeigt hat – schlagartig platzen und im Endeffekt zu immens höheren Folgekosten führen, als dass dies nötig gewesen wäre. Hätte man doch gleich Profis an Bord geholt …

Daher mein Appell: Bereiche wie die strategische Konzeption sind eben nicht etwas, was man einfach mal so nebenbei realisieren kann – sie sind das sprichwörtliche A und O, die absolute Basis einer Webseite. Stimmt die Konzeption auf strategischer Basis nicht mit der suchmaschinen-technischen Realität (und mit dem Gusto von Google) überein, so kann es eben auch passieren, dass das Endprodukt Google nicht gefällt. Wen wunderts? Man kann genau das seit Jahren den Webmaster Guidelines entnehmen – wenn man nur möchte.

Genau das ist ja das Schöne an der SEO-Branche – es ist alles schrecklich logisch. Zumindest früher oder später. ;-)


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Der Artikel " Google Farmer Update " enthält 1638 Wörter.

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Am 02.03.11, 05:22 in Google SEO
von manuelfu veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 13419 · heute: 4


9 Kommentare zu "Google Farmer Update"

  • Natürlich gibt es Content Farms mit gutem Content. Wikipedia, um mal das offensichtlichste Beispiel ins Rennen zu werfen.

  • Gesetzt den Fall, man kann Wikipedia als guten Content einstufen: aufgrund der klar strukturierten redaktionellen Abläufe (somit kann man ja auch nicht wirklich von “freien Mitarbeitern” sprechen – sie sind ja ehrenamtlich tätig und immerhin Teil der redaktionellen Organisationsstruktur) würde ich hier aber auch nicht von einer Content-Farm sprechen – Google sieht das auch so, sonst wäre Wikipedia ja auch vom Farmer Update betroffen. Ich zitiere dazu Wikipedia:

    “Als Content Farm (auch Content Mill) wird ein Geschäftsmodell im Internet bezeichnet, bei dem der Anbieter einer Plattform durch freie Mitarbeiter Inhalte aus Text, Videos, Fotos und Grafiken produzieren lässt, die durch Suchmaschinenoptimierung möglichst viele Seitenaufrufe („Klicks“) anziehen sollen. (…)”

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Content_Farm

    Wikipedia hat zudem auch nicht den Anspruch, via SEO möglichst viele Seitenaufrufe zu erzielen, das wird auch so kommuniziert. Von daher ist Wikipedia auch definitionsgemäß keine Content-Farm. ;-)

  • Ich hoffe wirklich sehr, dass google zukünftig Content Müll besser erkennen kann. Schaut man sich z.b. im derzeit laufenden Kubaseoträume SEO Contest die ersten Plazierungen an, sieht man, dass das Seiten vorn liegen, die nicht einmal eine lesbare deutsche Spache enthalten. Ob es sich hier um Content Spinning oder übersetzte Texte handelt, vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist aber, dass google z.B die Seite kubaseotraeume24.de mit Ihrem Content Müll ganz toll zu finden scheint.

  • 4. Dogu

    Da hoff ich mal mit dir. Denn es ist schon irgendwie blöd, wenn Google nicht ein paar Müll findet 0.o

  • @Manuelfu
    Bzgl. Wiki, wo ist denn der Unterschied zu den Content-Farmen? Ich Würde sagen in der ich sage mal “Offpagestruktur”. Woher will Google wissen, ob eine Seite nun von freien Mitarbeitern, die Ehrenamtlich arbeiten bedient werden, oder von Mitarbeitern, die dafür bezahlt werden. Und worin liegt der Sinn der Seite? Nun hat nciht jede Seite den Sinn möglichst viele Klicks zu erhalten? Selbst Wikipedia? Denn mit jedem Klick wächst Wiki doch, weil neue Leser bedeutet doch auch zum Teil neuer Schreiber.

    Oder?

  • 6. Sven

    Es sind ja wohl alle dafür, solche Content-Farmen zu bestrafen. Dadurch wird die Semantik endlich noch stärker berücksichtigt. Ich lehne selbst generell jede Zusammenarbeit mit Sites ab, deren Semantik miserabel ist. Das sind in erster Linie natürlich Content- und Link-Farmen. Diese können meinetwegen auch ganz aus dem Netz verbannt werden.

  • 7. Alex

    Content Farmen sind meiner Meinung nach durch Google hart abzustrafen, alleine aus dem Grund das sie die Chance einer guten Monetarisierung von seriösen und guten redaktionell betriebenen Seiten und ähnlichem unterdrücken. Ich finde das Google mit seinem Updates hier richtig handelt.

  • Hallo, schöner und ausführlicher Artikel. Ich bin auch absolut dafür, dass google das forciert! Allerdings bin ich auch der Meinung, dass google semantisch immernoch große Probleme hat, Contentfarmen zu erkennen. D.h., dass abgesehen vom minderwertigen Content mit Sicherheit auch noch andere Faktoren eine Rolle für die Erkennung der Contentfarmen spielen, allen voran die Monetarisierung der Farmen. Mögliche Kritierien für das taggen als “Contentfarm” sind daher sicher auch Trackingcodes, Affiliate-IDs, google-Publishercodes etc….

    Grüße
    Nico

  • Das gute an diesen Content-Farmen – sie tragen zum Allgemeinverständniss von Google bei. Sie nutzen Schwachstellen. Mit jedem Update wird es neue Schlupfwinkel geben, die aber auch gut sind, denn nur durch deren Nutzung durch dritte kann Google darauf aufmerksam werden und diese schließen. Es ist ein Entwicklungsprozess von dem beide Parteien etwas haben – Content Farmen als auch Google. Einzig alle anderen bleiben auf der Strecke, einwenig Schade ;)!


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