RSS | Impressum | Sitemap |
Profi-Ranking Suchmaschinenoptimierung

SEO Marketing Blog

.... googeln bis der Arzt kommt

Das Online Reputation Management Tutorial von Manuel Fuchs. Ansätze zur Suchmaschinen Strategie für Personen, Unternehmen und Organisationen.

Online Reputation Management Tutorial

Grundlagen

Online Reputation Management

Jeder von uns kennt diese Routine: man will sich ein neues Produkt anschaffen und informiert sich vorher im Web darüber. Vielleicht will man es auch im Web kaufen – dann informiert man sich sogar sehr wahrscheinlich erst einmal darüber. Man gibt den Produktnamen bei einer Suchmaschine ein, informiert sich und vergleicht die verschiedenen Anbieter. Oftmals geht man sogar noch deutlich mehr ins Detail. Gerade bei teuren Produkten vergleichen wir und informieren uns vorher über die Seriosität des Anbieters.

Diese „Prüfung“ geschieht meist unbewusst und ist erstaunlicherweise auch bei Verbrauchern verankert, die kaum das Internet nutzen. Das Procedere ist auch entsprechend einfach. Man sucht nach dem Produkt oder dem Anbieter und schon gelangt man zur Unternehmenspräsenz. Doch – da ist noch mehr. Eine Suche gibt tonnenweise Suchergebnisse preis, von denen ein Großteil eine direkte Relevanz zu dem Produkt, Anbieter oder Hersteller haben, nach dem wir gesucht haben. Man informiert sich.

Genau das passiert aber nicht nur bei Produkten, sondern bei einer Vielzahl der Branchen, Gebiete, Fakten, Personen und Geschäften denen wir tagtäglich begegnen. Der Alltag liefert uns mehr als genug Vorlagen für eine derartige Recherche. Das Web ermöglicht diese Selbstüberprüfung von Umwelt und Akteuren praktisch kostenlos. Nur in den Ausnahmefällen sind die gesuchten Inhalte kostenpflichtig.

Halten wir also fest: online verfügbare Informationen werden nicht nur gesucht, sondern auch gefunden.

Jede derartige Abfrage durch einen Besucher erzeugt bei ihm ein mentales Bild der gefundenen Person, Unternehmen, Organisationen, Produkte oder Dienstleistungen. Dieses Bild fügt sich durch die renommierten Formate in Kombination mit den partizipativen Formaten des Webs zu einem internet-weiten Ruf zusammen. Viele Konsumenten – oder generell gesagt: Interessenten – schreiben darüber, was ihnen wiederfahren ist, was ihnen gefallen hat. Sie berichten aber auch äußerst kritisch und negativ. Und – seien wir doch mal ehrlich: Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Jeder hatte schon einmal einen unzufriedenen Kunden, Geschäftspartner oder Mitbewerber.

Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, wie diese Form der Visualisierung des digitalen Rufs zustande kommen kann. Vorab sei bemerkt, dass das Ganze nur dann funktioniert, wenn es eine kritische Masse an Interessenten übersteigt, ab der mindestens eine Publikation erfolgt. Aber auch das ist nicht immer erforderlich, denn rein theoretisch reicht ein Gast und schon hat man Positiv- oder Negativschlagzeilen oder besser gesagt polarisierte und polarisierende Suchergebnisse generiert. Der digitale Ruf wird mit jeder zusätzlichen Publikation ausdifferenziert.

Es liegt damit im Interesse eines jeden Unternehmens, jeder Organisation, jedem Dienstleister, Händler oder Freiberufler und insbesondere auch im Interesse einer jeden Privatperson, auch im Internet gut da zu stehen und über eine möglichst positive Reputation zu verfügen. Während früher der Fokus der Unternehmen und Organisationen ausschließlich auf einer guten Platzierung in den Suchergebnissen gerichtet war, ist es heute von elementarer Wichtigkeit, dass man nicht nur gut gefunden wird, sondern, dass auch über einen guten Leumund im Web verfügt. Ähnlich ist es auch mit Privatpersonen: das Verb „googeln“ hat sich nicht umsonst innerhalb von 10 Jahren derart in den Sprachgebrauch integriert, dass es im renommierten „Duden“ steht! Sehr viele Menschen – zumindest in den Industriestaaten „googeln“ sich, wenn sie in Kontakt treten wollen, müssen oder können. Es ist wichtig, ein Bild des Gegenüber zu haben – es verschafft einem einen elementaren Vorteil, stärkt Verhandlungspositionen, vereinfacht die Kommunikation und führt dazu, dass man sein Gegenüber vorab auswählen (!) kann. Streng genommen könnte man dieses Phänomen an die Warnung „big brother is watching you“ mit „we ‘re watching ourselves“ anlehnen. Die Möglichkeiten des Internets sind also deutlich tiefer in unser aller Realität verankert, als jemals prognostiziert worden wäre.

Diese Verfahrensweise ist längst nicht mehr ein Ausnahmephänomen, das irgendwo auf der Welt – in dunklen Kellerzimmern von einigen Nerds praktiziert wird – es wird alltäglich. Und genau hier liegt das Problem: egal, ob eine Organisation, ein Unternehmen, eine Person oder eine Sache im Web schlecht dargestellt wird – es ist dauerhaft publik und jeder kann es finden.

Der technologische Fortschritt, die sinkenden Preise für Speichermodule und vor allem die Tatsache, dass das Internet fest im Alltag integriert ist, führen dazu, dass jede Publikation Teil des „Archivs Internet“ wird und bleibt. Internet und Informations-Giganten wie Google und der steigende Informations- und Kommunikationsbedarf der im Web 2.0 so richtig ausgelebt werden kann, führen dazu, dass die Verweildauer im Archiv bzw. im Internet nur als dauerhaft zu prognostizieren ist. Ein Mal veröffentlichte Informationen sind permanent abrufbar. Häufig gilt dies auch für Fakten, die nur wenige Stunden online waren – ein Besucher reicht vollkommen aus, um das Ganze medial explodieren zu lassen.

Genau hier setzt das Online Reputation Management an. Im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs wird der digitale Ruf nicht nur präventiv überwacht und verbessert, sondern kann auch hinsichtlich der Reichweite optimiert werden.

Was versteht man unter Online Reputation Management?

Unter Online Reputation Management versteht man eine Maßnahme, meist aber einen Maßnahmen-Katalog für die Optimierung des Rufs eines Kundes. Ziel ist eine möglichst optimale Präsentation um einen idealen Leumund zu manifestieren und an die Internet-Ã-ffentlichkeit zu kommunizieren. In der Praxis wird ein Strategie Paket, das aus den Komponenten Scanning, Monitoring, Forecasting und der eigentlichen Online Reputation Management-Kampagne besteht zusammenfassend als Online Reputation Management bezeichnet. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Reputation herzustellen. In diesem Artikel soll die Kombination aus Suchmaschinenoptimierung und PR in Bezug auf das Online Reputation Management dargestellt werden.

Wozu Online Reputation Management?

Ein guter Ruf wird immer gebraucht, ist aber nur sehr selten auch im Web vorhanden. Der Hintergrund ist der, dass ein idealer Ruf meist auch dann nicht von alleine zustande kommt, wenn das Angebot oder die Informationen perfekt sind. Fakten werden von jedem anders interpretiert. So gibt es immer wieder Fälle, in denen Konsumenten mit identischen Leistungen oder Rezipienten die selben Informationen erhalten haben und sich bei der qualitativen und quantitativen Bewertung die Geister sprichwörtlich scheiden. Wohlgemerkt: ohne ersichtlichen Grund! Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann irgendjemand irgendeine kritische Information publiziert ist also als sehr hoch anzusehen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass eine Information noch nicht einmal kritisch sein muss, um negativ wahrgenommen werden zu können. Wenn ein einst positiver oder neutraler digitaler Ruf negativiert oder zumindest potentiell kritisch wird, dann hat dies direkte oder indirekte Auswirkungen. Die folgenden Fallszenarien geben Aufschluss darüber, welche Folgen ein schlechter digitaler Ruf haben kann:

Fallbeispiele:

  • Privatperson [Szenario: Jobsuche]
    Eine Privatperson, nennen wir sie einfach mal Ingenieur XY, ist hoch qualifiziert. Neben einem Hochschulabschluss verfügt er über Fremdsprachenkenntnisse und jede erdenkliche weitere Qualifikation. Er würde ideal ins Unternehmen passen, bei dem er sich für einen Job bewirbt und wäre der ideale Mitarbeiter. Doch die Personalabteilung schläft nicht. Deren Recherche im Web hat ergeben, dass Ingenieur XY die 12 Semester an der Uni nicht dafür gebraucht hat, sich sein überdurchschnittliches Wissen anzueignen, sondern auch dafür, ausschweifende Parties zu feiern. Alleine die Kurzrecherche hat hunderte Partybilder zu Tage gefördert. Selbst wenn man bei Google nur den Vor und Nachnamen eingibt, gelangt man an das Material. Von den Bildern in den sozialen Netzwerken für Studenten mal ganz zu schweigen. So. Nun hat Ingenieur XY ein massives Problem, denn die Informationen sind frei einsehbar. Sicherlich gibt es einen gewissen Prozentsatz an Arbeitgebern und Arbeitsplätzen, bei denen etwas derartiges keine Rolle spielt. Wenn Ingenieur XY aber z.B. im Product Management eines internationalen Konzerns tätig sein will, benötigt er eine sprichwörtliche Weiße Weste und genau die hat er somit unter Umständen nicht mehr. Das Ganze kann ihn daher den Job kosten und ihm Wege versperren, die er sich jahrelang aufgebaut hat. Je nach Branche kann es ihn sogar den Ruf kosten – sowas spricht sich natürlich auch schnell herum. Im worst case wird er in der Position in einem gewissen Branchenbereich sogar nie wieder arbeiten können – und das ist nur eines von vielen möglichen Szenarien!
  • Freiberufler [Szenario: Verärgerter Patient]
    Das folgende Szenario bezieht sich auf einen Arzt – nehmen wir einmal an, es wäre ein Handchirurg. Dieser Chirurg arbeitet viele Stunden täglich – Jahr für Jahr. Nach über 10 Jahren medizinischer Ausbildung inklusive einer besonders lehrreichen Assistenzarzt-Zeit lässt sich der Arzt nieder und eröffnet eine eigene Praxis. Doch gleich nach der Praxiseröffnung ergibt sich während einer OP ein Fehler, infolge dessen der Patient irreparable Schädigungen davon trägt. Die Familie läuft Sturm, publiziert das Ganze in der lokalen Zeitung. Hiervon bekommen auch Blogger Wind und greifen das Thema auf. Es verbreitet sich in der Blogosphäre und über die in Suchmaschinen indizierten Unterseiten des Zeitungs-Portals. Der Ruf des Chirurgen wäre massiv beeinträchtigt. Er hätte vielleicht sogar dauerhaft ein Problem, den Praxisbetrieb aufrecht zu erhalten oder müsste sogar Insolvenz anmelden. Selbst wenn sich später herausstellen sollte, dass die Meldungen und vor allem die Anschlusskommunikation massive Wissenslücken aufwiesen und geschrieben wurde, dass es ein Fehler des Chirurgen war, der zu dieser Tragödie geführt hat obwohl es – wie sich später herausstellen sollte – ein Materialfehler war; der Ruf ist ruiniert. Eine Karriere zerstört oder zumindest stark eingeknickt. Sicher: es gibt ja die Möglichkeit der nachträglichen Gegendarstellung, aber mal ganz im Ernst: wer liest sie? Und vor allem: wer liest sie unvoreingenommen?
  • Unternehmen [Szenario: Firmenübernahme]
    Ein weiteres klassisches Online Reputation Management Szenario ist eine Firmenübernahme. Vorneweg: Übernahmen oder vergleichbare Veränderungen sind immer eine unternehmerische und vor allem auch eine kommunikative Herausforderung. Selbst Topmanager kommen ins Schwitzen, wenn zum ersten Mal eine Übernahme ansteht. Es gibt hierbei sehr viel zu beachten und vor allem auch sehr viel falsch zu machen. Besonders wichtig zu wissen ist, dass ein derart gravierender Einschnitt in das Arbeitsleben aller Beteiligter besonders starke Emotionen, Wünsche und Bedürfnisse weckt. Allen voran das Bedürfnis der Sicherheit. Jeder Mitarbeiter, Zulieferer, aber auch jeder Manager und alle Weiteren, die direkt oder indirekt mit einer Übernahme in Verbindung stehen haben Angst. Angst, den Job zu verlieren. Angst, einen „falschen“ neuen Arbeitgeber zu bekommen, Angst wegrationalisiert zu werden, Angst sich selbst oder die Familie nicht mehr ernähren zu können. Eine klare Kommunikationslinie ist daher das „A und O“. In dem Moment, in dem die Ängste der Mitarbeiter und aller anderen Beteiligten überhand nehmen, kann eine Firmenübernahme – egal ob freundlich oder feindlich – äußerst kritisch werden und sogar platzen. Nehmen wir also an, die Firma A will die Firma B übernehmen. Wenn nun beispielsweise durch eine gut besuchte Boulevard Webseite entsprechende Berichte publiziert werden, nach denen bei Firma B infolge der Übernahme 3.000 von 10.000 Stellen gestrichen werden sollen, dann ist der kommunikations-technische Gau vorprogrammiert. Sowas bloggt sich gut, publiziert sich gut und kann sehr schnell auch intermedial werden. Es kann zu Demonstrationen kommen, Medienvertreter stehen permanent vor der Tür. Etwas derartiges kann den Ruf des (eigentlich gesunden, weil liquiden) Unternehmens „Firma A“ dauerhaft schädigen. Lieferanten springen ab, Aufträge werden storniert. Dabei wollte Firma A vielleicht gar keine Arbeitsplätze abbauen?!
  • Organisationen [Szenario: Fundraising]
    Hier mal wieder ein worst case Szenario. Eine gemeinnützige Organisation hat weltweit zigtausende von Mitgliedern und Unterstützern. Sie finanziert sich nur durch Spenden, hat es aber durch jahrelanges, gezieltes Engagement und gute Partner geschafft, weit über 1000 Mitarbeiter zu beschäftigen.

    Man gibt auch im Internet Vollgas. Die Webseite ist top strukturiert, wird gut in Suchmaschinen gefunden und hat viele Dauerbesucher. Doch, es kommt zu einem Eklat. Ein Webmaster der zur Pflege der Webseite beauftragten Agentur hat anstatt eines Infoblattes einen internen Bericht auf der Webseite zugänglich gemacht. Dieser interne Bericht bestätigt den Verdacht des Managements, dass massiv Gelder hinterzogen werden und zweckentfremdet werden. Anstatt in die Rettung des Regenwalds und anderen noblen Projekten fließt das Geld direkt in die Tasche eines Betrügerrings. Dieser hat sich unbemerkt über die Jahre und sogar über Ländergrenzen hinweg entwickelt. Bumm! Diese Nachricht schlägt natürlich ein, wie eine Bombe. Der überaus positive Quartalsbericht der Organisation geht natürlich unter. Genau wie deren Gemmeinnützigkeit, die ihr kurzfristig aberkannt wird. Auch, wenn die Organisation später wieder als gemeinnützig anerkannt wird – der Schaden am Ruf ist irreparabel. Er hat sich in den Köpfen der Leute eingebrannt. Man macht Witze darüber, behält die Affaire als verbalen Nachbrenner in jeder heiklen Diskussion in der auditiven Hinterhand. Das Ansehen hat sich massiv verschlechtert, man sollte als Mitarbeiter am besten nicht sagen, wo man in Lohn und Brot steht. Zudem hat sich der ROI deutlich verschlechtert. Man will sich „gesund schrumpfen“. Wieder Negativ-Schlagzeilen. Das Internet und die anderen Medien freuen sich schon darauf.
  • Politik [Szenario: Wahlkampf]
    Das Internet informiert, bildet und politisiert. In den letzten Jahren wurde es daher immer wichtiger, dass die Politik auch im Netz zu finden ist. Nicht zuletzt die exponentiell gestiegene Anzahl von Partei- und Politiker-Webseiten untermauern dies. Doch: das Web kann auch anders.

    Beispielsweise beim Wahlkampf um die US Präsidentschaft war dies sehr gut zu beobachten. Barack Obama hatte eine brilliante Werbe- und vor allem auch Webstrategie. Seine Aktivitäten waren immens: er hatte eine top Webseite, die absolut ausgefeilt war, schrieb in einem Blog und publizierte vermeintlich private bzw. interne Bilder auf fickr.com. Die ganze Welt konnte teilhaben am US Wahlfieber. Das Internet hat eine entschiedende Rolle im Kampf um die US Präsidentschaft gespielt. Auf jeden Fall eine deutlich größere als jemals zuvor.

    Doch der Trend war absehbar. Seit Jahren gehen mehr und mehr Politiker online auf Tuchfühlung mit potentiellen Wählern. Insbesondere auch mit Wählergruppen, die sie ansonsten nie erreiche würden. Egal, ob jung oder alt, konservativ oder grün – es ist zweifelsohne möglich, Traffic oder plastischer ausgedrückt:Besucherströme so zu leiten, dass deren Potential optimal ausgeschöpft und genau diese Zielgruppe erreicht wird.

Rein theoretisch gesehen gibt es neben den oben genannten Beispielen unendlich viele Einsatzmöglichkeiten für das Online Reputation Management. Die Liste hat alles andere als einen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil: die Anwendungsmöglichkeiten lassen sich in individualisierter Form auf jede online publizierte Nachricht anwenden, die von entsprechender Relevanz ist, wird oder werden könnte. Diese Nachrichten hab zumindest einen gemeinsamen Nenner: sie werden mittels hoch relevanten Formaten kommuniziert.

Involvierte Formate

Primär sind hier vor allem die hoch frequentierten Community-Formate zu nennen. Journalisten, freie Autoren, Privatleute und andere Akteure publizieren hier aktuelle Nachrichten, schreiben über aktuelle und aktuellste Geschehnisse, informieren, polarisieren und diskutieren. Diese Formate werden alle gut in den Suchergebnissen gefunden und / oder tragen anderweitig zum „Ruf in den Suchergebnissen“ bei.

Zu diesen Formaten zählen:

  • a) Foren
    Die im Rahmen des Online Reputation Management relevanten Foren sind allgemein zugänglich. Respektive werden deren Inhalte zumindest durch Suchmaschinen gespidert. Es kann also – von wenigen Ausnahmen abgesehen – jeder auf die Foren zugreifen. Dies gilt natürlich auch für Geltungsbedürftige,Scherzbolde,Neider und Mitbewerber.
  • b) Blogs
    Als eines der neuesten kommunikativen Formate haben gerade Blogs ein erhöhtes Potential, den digitalen Ruf mitzubestimmen. Blog Beiträge sind meist äußerst subjektiv und daher auch besonders emotionalisiert und dramatisiert.
  • c) Auktionshäuser
    Gerade Internet Auktionen sind sehr gut besucht. Zudem werden die Auktionen meist auch in top Platzierungen in Suchmaschinen gefunden. Skurrile Auktionen oder Informationen über Betreiber finden sich hierbei immer wieder in den Suchergebnissen.
  • d) Videoplattformen
    Durch Videoplattformen und Freehoster ist es längst möglich, dass jeder der über eine Digitalkamera verfügt, entsprechende Videos drehen und direkt publizieren kann. Die Nachrichten werden einer sehr großen Ã-ffentlichkeit bekannt. Monat für Monat entstehen somit neue Hypes. Diese stark fluktuierenden Manifestationen größter Beliebtheit können sich um alles und jeden drehen und verbreiten sich rasant.
  • e) Nachrichten-Seiten
    Gerade Nachrichten-Seiten sind sehr gut in Suchmaschinen platziert und greifen daher große Mengen an zielgerichtetem Traffic ab. Zusätzlich verfügen sie oftmals über eigene Community-Funktionen oder partizipative Elemente, so dass auch hier ein definitives Handlungspotential besteht.
  • f) Klassische Communities
    Die klassischen Communities zeichnen sich primär dadurch aus, dass sie über sehr viele, möglichst aktive Mitglieder verfügen, die gewisse gemeinsame Interessensschwerpunkte besitzen. Fast jede Community hat eine fest definierte oder sich dynamisch begrenzende Zielgruppe und birgt daher viel Kommunikationspotential.
  • g) Social Bookmarking Services
    Gerade Web 2.0 Dienste kombinieren unterschiedliche Traffic-Quellen mit diversen Mehrwerten. Sie sind nicht nur bekannt, sondern werden zumeist auch sehr gut in Suchmaschinen gefunden. Zudem steigt die Wichtigkeit eines Beitrags nach einem demokratischen Prinzip. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier wirklich relevante Nachrichten unentdeckt bleiben und dauerhaft nicht von anderen Webseitenbetreibern aufgenommen werden, ist sehr gering. Besonders brisant: hier lesen sehr viele Journalisten, Webmaster und Multiplikatoren mit!
  • h) Sonstige Web 2.0 Services
    Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Akteure, die zur Bildung eines kollektiven digitalen Ruf beitragen. Eigentlich sind dies auch alle anderen Web 2.0 Services. Die Beliebtheit und Aktualität dieser partizipativen Formate bringt die ebenfalls mit in die Liste der wichtigsten Formate des Online Reputation Management.
  • i) Webseiten
    Nicht nur exotische Web 2.0 Projekte tragen zum digitalen Ruf bei. Der wohl wichtigste Teilbereich des Online Reputation Management sind durchschnittliche Webseiten. Private, wie natürlich auch gewerbliche Seiten können aktiv zur Tendenz des Rufs beitragen. Bede Webseiten-Arten sind besonders vertrauenswürdig und werden dementsprechend auch in den Suchergebnissen gelistet. Wichtig hierbei ist insbesondere aus SEO-Sicht, dass wir davon ausgehen, dass eine besonders spezifische Suche erfolgt und durch genau diese Ergebnisse der digitale Ruf entsteht. Meist besteht diese Suche aus dem Firmennamen (oftmals Einzelkeywords oder in Kombination mit Gesellschaftsform oder Ort wie beispielsweise: „Autohaus Frankfurt Westend“. Eine gute Platzierung – selbstvon nicht ideal optimierten, herkömmlichen Webseiten – ist daher auszugehen.
  • j) Suchmaschinen
    Entgegen der weit verbreiteten Auffassung, sind Suchmaschinen nicht nur Medium und Gatekeeper für die Publikationen, die einen digitalen Ruf herstellen. Sie können – in ihrer Funktion als Webseite auf der sich viele User häufig und intensiv mit Inhalten beschäftigen (Suchergebnisse lesen) – gleichzeitig zum Online Reputation Management beitragen. Die gezielte Buchung von PPC-Anzeigen kann in entsprechend kritischen Bereichen nicht nur umsatzsteigernd, sondern auch ruf-fördernd wirken. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass User mit den Inhalten un(ter)bewusst konfrontiert und somit vertraut werden (Branding). Viele Besucher – insbesondere Multiplikatoren wie beispielsweise Unternehmer denken beim Betrachten der Suchergebnisse daran, dass die gekauften Suchergebnisse (sprich: die PPC-Anzeigen) nur von Unternehmen oder Organisationen stammen können, die über ein gewisses Kapital verfügen. Da Kapital sehr schnell mit Zuverlässigkeit, Seriosität und Sicherheit gleichgesetzt wird, ist der Effekt der positiven Beeinflussung vorprogrammiert.

Genau genommen können alle verfügbaren Medien und Publikationsräume direkt oder indirekt an der Entstehung und der Verbreitung des digitalen Rufs beteiligt sein. Dieses Szenario wird (mit positiven Inhalten) auch beim Guerilla-Marketing, beim viralen Marketing, durch Public Relations – aber auch durch Werbeformen bewusst verursacht! Durch Online Reputation Management können die bekannten und hinreichend erforschten Wirkungsweisen nun aber auch unterstützt oder kanalisiert werden und das mit einem kalkulierbaren Budget.

Sofern kritische Nachrichten aber diesen Weg einschlagen, so kann man sie via Online Reputation Monitoring sehr gut erkennen und ihnen präventiv die sprichwörtliche Luft aus den Segeln nehmen. Ob und wenn ja in welchem Umfang dies geschieht, wird durch die Kampagnenbasis festgelegt.

Kampagnenbasis

Die Kampagnenbasis stellt die elementare Basis für eine Online Reputation Management Kampagne dar. Welche Formate in welchem Umfang involviert werden, wird durch sie definiert. Zudem besitzen sie eine Funktion, ähnlich der eines Integrals: sie wirken hochgradig restriktiv. Aber – und das ist das Interessante daran- diese Grenzen sind zugleich durch das Kampagnen-Management flexibel anpassbar. Man kann daher auch im Laufe der Kampagne auf aktuelle Geschehnisse eingehen und somit eine Art Blackbox Funktion realisieren. Das Kampagnen Management entscheidet innerhalb dieser Blackbox, wie die Suchergebnisse bzw. der Ruf des Kundes gestaltet sein soll und vor allem: was davon wirklich – über die gedachte Blackbox hinaus – kommuniziert wird. Es ist sogar regelrecht möglich präventive Schutzschilde zu bilden und somit den Kundeen generell vor falschen Behauptungen zu schützen oder aber sogar auf aktuelle personen-, unternehmens- und organisations-spezifische Besonderheiten einzugehen.

Die Kampagnenbasis beinhaltet die Entscheidung über die Qualität (via Budget) und Quantität der Online Reputation Management Kampagne. Seitens der Quantität hat man grundsätzlich die Wahl, ob man eine Entfernung diverser Informationen wünscht oder ob eine Verdrängung dieser Seiten aus den Suchergebnissen realisiert werden soll.


Eine Kampagnenbasis kann beispielsweise aus folgenden Teilbereichen bestehen:

  • Eigene Webseite
    Für Besitzer einer eigenen Webseite kann es elementar wichtig sein, dass sie auch bei der Suche nach dem Namen der Person, des Unternehmens oder der Organisation gefunden wird. Im Idealfall gilt dies natürlich auch für Keyword-Kombinationen mit lokalem Bezug oder gar mit direkter Nennung der Branche. Hier hilft die klassische Suchmaschinenoptimierung weiter. Es gibt aber auch Sinn, die bestehende Internetpräsenz optimal umzugestalten, so dass die Gesamtaussage wirklich einheitlich und mit der grundsätzlichen Strategie der Online Reputation Management Kampagne kompatibel ist.
  • Multiplikatoren
    Das Online Reputation Management bedient sich idealerweise diverser Multiplikatoren. Der Begriff des Multiplikators impliziert alle Webseiten, die ein positives, auf den Kunden maßgeschneidertes Bild möglichst ungefiltert an weitere Besucher kommunizieren. Hierbei kann das Konzept bei redaktionellen Webkatalogen, Branchenverzeichnissen und Artikelverzeichnissen beginnen, geht dann über das Konzept der PR-Portale, Microsites und der Nutzung von Web 2.0 Anwendungen bis hin zur Erstellung kompletter Webseiten auf denen Inhalte zur Ausdifferenzierung des eigenen Spektrums sowie zur Optimierung des Rufs optimal integriert werden.Grundsätzlich können aber auch andere Multiplikatoren Webseiten genutzt werden – siehe Auflistung „involvierte Formate“.
  • Bestehende Webseiten mit positiven Nachrichten / Informationen
    Gerade bei besonders großen oder besonders spezifischen Webseiten sind in den meisten Fällen bereits Informationen, die den Ruf beeinflussen können (reputation issues) in den Suchmaschinen-Indizes vorhanden. Die reputation issues, die positive Inhalte haben, werden direkt in den Online Reputation Management Prozess integriert, denn diese haben den Vorteil, dass sie meist besonders alt sind und daher mit nur ein wenig Offpage Optimierung in den top 10 Suchergebnissen platzierbar sind. Wenn es die Kampagne erfordert, sollte also auch auf diese besonders effektive Mathode zurück gegriffen werden. Gerade auch Online Reputation Projekte, die unter Zeitdruck stehen sind mit dieser Strategie gut bedient. Wenn dann noch mehrgleisig gefahren wird undie anderen miteinander kombiniert werden, ist eine sehr gute Resonanz bei entsprechend niedrigem ROI realisierbar.

Desweiteren bleibt zu bemerken, dass im Rahmen des Online Reputation Managements insbesondere auch intermediale Kampagnen gefahren werden können, die sich dann online bündeln! Ein Gewinnspiel beispielsweise, das günstig über Mineralwasser-Etiketten-Werbung promotet wird, kann sehr gut auf eine Webseite verweisen. Die Seite wird sehr wahrscheinlich Rekord-Besucherzahlen aufweisen, da jeder eine Flasche Wasser in der Nähe hat. Wenn dieses Gewinnspiel die Leute online zieht, dann kann man sie weiter konvertieren, zu Multiplikatoren erziehen. Zudem kann auch online dazu beigetragen werden, dass eine rege Nachfrage nach dem Gewinnspiel entsteht.

Derartige Tools und Strategien werden gerne genutz um eine gute Basis für einen guten Ruf zu schaffen. Grundsätzlich sind aber alle Mittel möglich, die diese Basis auf unkritische Weise herstellen.

Online Reputation Management Strategien

Der Umfang jeder Online Reputation Management Kampagne setzt sich aus folgenden strategischen Bausteinen zusammen, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können:

  • Scanning
    Das Scanning ist einer von drei quantitativen Faktoren. Das Ziel des Scannings besteht darin, frühzeitig zu erkennen, wenn sich der Ruf eines Kundes entgegen der Interessenslage verändert. Es gibt viele Möglichkeiten, potentielle reputation issues zu analysieren und deren Tendenzen zu prüfen.

    Quantitativ kann das Scanning mit herkömmlichen Software-Applikationen aus dem Bereich der Public Relations realisiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Programmen und Anwendungen, die das Entstehen von Meinungsbildern im Web dokumentieren und im Rahmen individuell definierbarer Toleranzen melden. Somit entsteht im Idealfall eine lückenlose Dokumentation der online verfügbaren meinungsbildenden Medien zu einem oder mehreren reputation issues.

    Auf qualitativer Seite ist aber definitiv das Gespür des Online Reputation Managers die beste Voraussetzung für den Erfolg der Strategie. Ein erfahrener SEO hat zudem die Möglichkeit, besonders intensiv und differenziert nach entsprechenden reputation issues zu suchen und diese bereits im Frühstadium zu diagnostizieren.
  • Monitoring
    Mit Hilfe diverser Monitoring Strategien ist es möglich, den Verlauf von reputation issues sichtbar zu machen. Ob die reputation issues durch das Scanning ermittelt oder durch den Kunde vorgegeben sind, ist hierfür irrelevant. Verändert sich die Tendenz – also die Qualität oder die Quantität eines reputation issues, so kann der Kunde direkt informiert werden. Diese präventive Vorgehensweise ermöglicht auch das zeit- und relevanz-gerechte Handeln innerhalb von Zeitspannen zwischen wenigen Minuten und wenigen Monaten. Die Zeitspannen variieren je nach Typ, Gegenstand und Umfang des Monitorings, sind aber meist ausreichend dimensioniert, um reichtzeitig entsprechende Gegenstrategien gegen die aktuellen Entwicklungen zu konzipieren und zu realisieren.
  • Forecasting
    Das Forecasting ist der dritte quantitative Faktor des Online Reputation Management. Anhand gescannter oder vorgegebener reputation issues können Zukunftsszenarien entwickelt werden. Je nach Umfang können mit Hilfe dieser Methode relativ zuverlässig zukünftige Kommunikationsprobleme eingegrenztewerden. Nach einer Sortierung gemäß der Wichtigkeit können auch hierdurch präventiv Gegenstrategien entwickelt werden. Da dies so weit wie möglich im Voraus geschieht, kann eine Vielzahl von vorprogrammierten Fallszenarien vorbereitet und durchgespielt werden, um dann die entsprechende Strategie fahren zu können.
    Die Auswahl, Qualität und Quantität von Online Reputation Management Strategien richtet sich primär nach dem Kampagnenziel. Eine pauschale Aussage darüber, von welcher Form und welchem Umfang die Online Reputation Management Maßnahmen getroffen werden sollen ist nicht möglich.

Online Reputation Management ist genauso individuell wie die Ansprüche des Kunden. Es gibt jedoch eine auffällig hohe Nachfrage für bestimmt ausgerichtete Online Reputation Management Kampagnen. Im Folgenden sind einige potentielle Kampagnenziele ausführlich erklärt. Ich habe sie – analog zum Agenda Setting in den klassischen Medien – als Reputation Setting, Cutting und Surfing bezeichnet. Diese Ziele können – je nach Kampagnenbasis, Budget und Mitbewerber-Aktivität – auch als Fullservice-Leistung mit einander kombiniert werden.

  • Online Reputation Setting
    Wer neu im Web ist, dem fehlt eines ganz besonders: Vertrauen. Vertrauen wiederum schafft man durch einen guten Ruf. Von „Null auf guter Ruf“ durchzustarten ist in den meisten Fällen nicht möglich und scheitert meist an absolut normalen Geschäfts-, Kommunikations- und Personalfragen. Doch: man steht eben ohne Ruf da. Das gilt natürlich auch für neu ausgegliederte Geschäftsprozesse, bei Umfirmierungen und bei Startups. Genau deshalb ist es elementar, dass man einen Ruf schafft bzw. den zwar vorhandenen aber kaum kommunizierten Ruf optimiert. Das Reputation Setting setzt also einen Ruf in die (Internet-)Welt und legt damit den Grundstein für eine reibungslose Kommunikation.
  • Online Reputation Cutting
    „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“ so ein geläufiges Sprichwort. Diese alte Weisheit stammt direkt aus dem Unternehmertum umd ist auch heute noch brandaktuell. Sobald sich erste Anzeichen für eine Verschlechterung des Rufs ergeben, ist schnellstmögliches Handeln angesagt. Es ist definitiv möglich, mit einer entsprechenden Kommunikations- und Publikationsstrategie den Ruf zu „cutten“ bevor er in die falsche Richtung abgleitet. Der Schnitt erfolgt aber in der Regel genau dort, wo er erforderlich ist. Ein durch die Rezipienten als negativ wahrgenommenes Produkt kann somit verschwinden, negative Kritik verdrängt, parralel oder direkt im Anschluss daran eine neue Produktlinie etabliert werden. Diese Möglichkeiten sind flexibel erweiter- und kombinierbar und ermöglichen daher – im Rahmen ein vernünftigen Planung – das Erreichen der individuellen Kampagnenziele im Bereich des Reputation Cuttings.
  • Online Reputation Surfing
    Beim Reputation Surfing nutzt man einen bereits vorhandenen guten Ruf im Internet, um weitere Projekte zu etablieren. Dies ist die mit Abstand einfachste Möglichkeit – aber auch eine besonders wichtige. Nichts ist im Geschäftsleben wichtiger als Expansion und die Tatsache, dass man gesund und vor allem risikoarm wachsen sollte. Wenn sich der Kunde schon einen guten Ruf verschafft hat, dann lässt sich dieser auch hervorragend in andere digitale Produkte transferieren.

Besonders trivial erscheint daher die Tatsache, dass genau dieses Schema wiederum einen elementaren Teil des klassischen Issues Management aus der PR darstellt. Die Definitionen sind praktisch deckungsgleich.

Warum ich das als trivial erachte? Ganz einfach: SEO hatte von Anfang an ein durch und durch werbliches Selbstverständnis. Es ging primär immer darum, mit möglichst guten Platzierungen ein Maximum an Gewinn einzufahren. Online Reputation Management als Teilbereich der SEO wiederum zielt genau hierauf nicht ab. Das Primärziel ist die Verbesserung des Rufs – das Sekundärziel kann (muss aber nicht) die Optimierung der Umsätze sein. Das Online Reputation Management dreht das Grundprinzip der Suchmaschinenoptimierung um 180 Grad – aber wirkt nicht einschränkend. Im Gegenteil: Online Reputation Management ist eine effektive, längst fällige Erweiterung der Möglichkeiten der SEO. Zudem können damit komplett neue Interessensgruppen angesprochen, neue Märkte erschlossen und auch neue Zielgruppen erreicht werden.

Fazit zum Online Reputation Management

Online Reputation Management wäre theoretisch gesehen seit dem Entstehen des Webs möglich gewesen. Aber erst seit 2,3 Jahren entkommt diese Thematik dem Nischendasein. Sie ist mittlerweile höchst relevant und die Tendenz ist steigend. Ob dies positiv oder negativ einzuordnen ist, bleibt abzuwarten. In den meisten seriösen Unternehmen dürfte diese Entwicklung demnächst rückwirkend als Meilenstein in der Unternehmenskommunikation betrachtet werden. Noch nie war es möglich, einen Ruf derart gezielt zu optimieren und vor allem: Dinge ungeschehen zu machen.

Genau hier sehen viele auch ein elementares Problem: die Möglichkeiten des Online Reputation Management könnten grundsätzlich auch der negativ behafteten Manipulation dienen. Unseriöse Personen oder Unternehmen bekämen damit das Rüstzeug, bestimmte Dinge zu verschleiern. So oder ähnlich denken viele, wenn sie zum ersten Mal ausführlich mit der Thematik des Online Reputation Management konfrontiert werden.

Doch ganz so leicht gestaltet sich der Missbrauch dieser Maßnahmen eben nicht. Besonders gefährliche Aktivitäten, notorische Gesetzesbrecher und Bauernfängereien jeder Art sind Fakten, die sich über herkömmliche Suchergebnisse hinwegsetzen und oftmals auch das Medium Internet durchbrechen und zu intermedialer Aufmerksamkeit führen. Zudem kommt die Tatsache zum Tragen, dass die ältesten, größten und somit in den Augen von Google ebenfalls extrem wichtigen Publikationsforen (Nachrichtenseiten, Communities etc.) besitzen meist eine derartige Wichtigkeit, sprich Authority, dass sie Online Reputation Management Maßnahmen übergehen können. Desweiteren gibt es auch noch den bekannten Effekt, dass (potentiell böse) Webseiten aus dem Index der Suchmaschinen entfernt werden oder zumindest eine entsprechende Ranking-Abstrafung (Penalty) erhalten, wenn ein zu schneller Linkaufbau stattfindet. Dieser Mechanismus – von Google offenbar ursprünglich deshalb eingeführt, weil eben nur ein halbwegs natürliches Linkwachstum im Rahmen des natürlichen Linkwachstums einer Webseite liegt und „überoptimierte“ neue Webseiten eben nicht so relevant sein sollen, wie besonders alte, natürlich gewachsene Webseiten – zeigt sich hier also von einer ganz anderen Seite.

Als Fazit kann ich mit gutem Gewissen festhalten, dass der SEO-Bereich, die PR und insbesondere auch das Management des digitalen Zeitalters mit Online Reputation Management um eine derart effektive Maßnahmen-Sammlung bereichert wurden, dass ich das Online Reputation Management als vollwertigen Bestandteil der zukünftigen Kommunikationsstruktur von Personen,Unternehmen und Organisationen sehe.

Ich bin gespannt, inwiefern sich das Online Reputation Management in den SEO- und Agenturalltag integrieren wird und insbesondere auch darauf, wie stark das Ganze zukünftig Beachtung finden wird. Eines kann ich aus dem SEO-Alltag feststellen: die Nachfrage ist enorm und steigt permanent an!

Dass die Möglichkeiten des Online Reputation Management aber noch längst nicht ausgeschöpft sind, zeigt insbesondere die Tatsache auf, dass Domains wie „digitaler-ruf.de“ noch weitgehend frei sind. Während der Erstellung dieses Artikels konnte ich natürlich nicht wiederstehen und habe mich mit einigen eingedeckt – das Thema ist schließlich mehr als „hot“!

… und wen wir schon bei „hot“ sind: ich habe mir die Finger wund getippt und das Wochenende ist längst überfällig. Ich freue mich wie immer über konstruktive Kritik und wünsche Euch ein schönes Nikolaus-Wochenende! :-)

Beste Grüße,
Manuel Fuchs

Online Reputation Management

Ach ja … bevor ich es vergesse: hier noch ein paar nützliche Ressourcen zum Thema Online Reputation Management:

Sven hat das Thema sehr schön aufbereitet. Bei ihm findet ihr auch praxisbezogene Informationen. :-)

Malte hat dem Themenkomplex gleich ein ganzes Blog gewidmet … immer wieder eine Freude, darin zu lesen!

Auch in der PR Kolumne findet man einige interessante Ansätze – aber eben auf PR und nicht auf SEO-Basis. Spannend!

Bei den Blogpiloten gibt es zudem ein interessantes Interview mit dem PR-Blogger Klaus Eck zu lesen, in dem das Online Reputation Management weniger aus SEO-Sicht behandelt wird. Sehr interessant – gerade für Leute aus der PR, SEOs & Marketeers!

Zu guter Letzt kann ich euch noch einen Artikel im Online-Marketing-Forum.at empfehlen. Sehr umfangreich, gut thematisiert!


Andere Beiträge mit ähnlichen Inhalten, die Dich evtl. auch interessieren könnten:


Der Artikel " Online Reputation Management Tutorial " enthält 5042 Wörter.

Artikel mit verwandten Tags (Keywords, Suchbegriffe)
Tags: , , , , ,


Am 06.12.08, 07:42 in Google SEO
von manuelfu veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
Du kannst hier kommentieren oder hier per Trackback
von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 14497 · heute: 6


20 Kommentare zu "Online Reputation Management Tutorial"

  • @ Manu

    Hihi, mit dem Artikel gehste bestimmt in der Rubrik “längster sinnvoller Blog-Artikel aller Zeiten” in die Blog-Historie ein … meine langen Artikel hatten mal 1400-1600 Wörter oder so , Deiner hier unglaubliche 4917 … im dritten Anlauf habe ich dann auch geschafft bis zum Ende zu lesen ;-)

    Einige der Begrifflichkeiten wie Reputation Setting/Cutting/Surfing kannte ich so noch nicht – wieder wat dazu gelernt, prima Ausarbeitung des Themas …

    wünsch Dir nen schickes Restweekend …

  • 2. Xel

    Wow, Monster Artikel, ich hab mir mal die Fallbeispiele durchgelesen, der Rest war mir aber deutlich zu viel, da mir in dem Bereich leider auch das Interesse ein wenig mangelt – trotzdem: Reife Leistung Manu, lebt die Tastatur noch? ;-)

  • 2.ter Anlauf und geschafft. Definitv der längste Artikel, den ich je auf einem Blog gelesen habe. Das Thema interessiert mich aber brennend. In soweit verständlich und bekannt (auch bereits durch aktuelle Kunden), die genaue Aufschlüsselung fand ich aber äußerst interessant und lehrreich!

    Noch ein paar Fragen:

    - Hast du eine Beispiel für eine gute Software zum Scanning, Monitoring?

    - Das Produkt zu entfernen, sobald es nicht funktioniert mag eine Sache sein. Insgesamt würde mich interessieren ob du eher versuche würdest, eine negative Welle zu stoppen (wie z.B. das Produkt zu entfernen), oder evtl. auch einfach mit ein bissl Guerillia dagegen kämpfst, also einfach eine noch größere Welle erzeugst.

    - Definitv nicht verstanden:

    “Bestehende Webseiten mit positiven Nachrichten / Informationen
    Gerade bei besonders großen oder besonders spezifischen Webseiten sind in den meisten Fällen bereits Informationen, die den Ruf beeinflussen können (reputation issues) in den Suchmaschinen-Indizes vorhanden. Die reputation issues, die positive Inhalte haben, werden direkt in den Online Reputation Management Prozess integriert, denn diese haben den Vorteil, dass sie meist besonders alt sind und daher mit nur ein wenig Offpage Optimierung in den top 10 Suchergebnissen platzierbar sind.”

    Von welchen Websites sprichst du hier? Bei Start-Ups wohl hinfällig!?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Chris

  • @all

    Vielen Dank für die Blumen! :-)

    @ Frank
    Jepp – das war auch mein absoluter Rekord :-) … aber es ist ja auch n ziemlich umfangreiches, spannendes Thema zu dem es viel zu schreiben gibt.

    Mit den Begrifflichkeiten betrete ich eigentlich Neuland. Die Begriffe habe ich einfach dem PR Jargon entlehnt und internettauglich gemacht … wer weiß – vielleicht wird ja eine Fachzeitschrift auf mein Posting aufmerksam und druckt den ein oder anderen Auszug?! Also liebe Leser: lasst mal bitte Eure Beziehungen spielen! :-)

    @ Xel
    Ich warte immer darauf, dass ich vor lauter Schreiben auf den Laptop-Akku tippe… :-)

    @ Chris
    Das Problem ist nicht, dass es wenig Software gibt, sondern im Gegenteil: es gibt im PR-Bereich sehr viele, sehr gute und sehr teure Lösungen. Die Hauptfrage, die man sich als SEO / SEO-Agentur stellen sollte ist also in diesem Zusammenhang die Kostenfrage. “Die” oder “gute” Software gibt es eigentlich in diesem Zusammenhang nicht. Leider. Aber es gibt einen riesigen Pool verfügbarer Programme, die – je nach Art und Umfang – für das Scanning und Monitoring genutzt werden können.

    Wenn Du in der Google US Version nach “issue management software” suchst, wirst Du mit Sicherheit einige mögliche Lösungen finden.

    Die DPRG (DEUTSCHE PUBLIC RELATIONS GESELLSCHAFT E.V.) stellt zudem einen erfahrenen Ansprechpartner für den deutschsprachigen Markt dar. Hier weiß man sicher auch um deutschsprachige Lösungen bescheid.

    “Insgesamt würde mich interessieren ob du eher versuche würdest, eine negative Welle zu stoppen (wie z.B. das Produkt zu entfernen), oder evtl. auch einfach mit ein bissl Guerillia dagegen kämpfst, also einfach eine noch größere Welle erzeugst.”

    Das kommt ganz darauf an. Es gibt Fälle, in denen es sinnvoll und besonders erfolgsversprechend ist, einen Ruf gezielt “untergehen” zu lassen. Aber natürlich gibt es auch Fälle, in denen das aussichtslos wäre. Gerade deshalb poche ich ja auch so darauf herum, dass Online Reputations Management nicht nur die längst überfällige Professionalisierung erfährt, sondern gleichzeitig als ausdifferenzierte Dienstleistung angesehen wird, die so individuell wie der Kunde bzw. die Aufgabenstellung sein muss. Patentrezepte bzw. Allround-Lösungen helfen da wenig.

    “Von welchen Websites sprichst du hier? Bei Start-Ups wohl hinfällig!?”

    Ich schreibe hier von “besonders großen oder besonders spezifischen Webseiten “. Je älter die Seiten sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bereits Aufmerksamkeit und somit einen Ruf erzeugt haben. Wie das Ganze in den Serps aussieht, ist unterschiedlich. Manche Seiten sind in Spezial-Katalogen gelistet, über manche Seiten oder Produkte gibt es bestehende Rezensionen, Zeitungsartikel etc.

    Die Vorgehensweise kann, muss aber nicht für Startups irrelevant sein. Warum auch. Wenn das Startup gut strukturiert ist und für gute Öffentlichkeitsarbeit sorgt, gibt es natürlich bestehende Feedbacks. Sicher – diese Seiten sind dann nicht sehr alt – können aber aufgrund der Tatsache, dass sie meist eine hohe Authority besitzen mit nur wenig Aufwand nach vorne gepushed werden.

    Das ist natürlich nur dann möglich, wenn bereits etwas publiziert wurde.

  • … ich kann nur sagen: in der kürze liegt die würze.

  • ^^ und was hat diese Aussage jetzt mit meinem Posting zu tun?

  • 7. Xel

    und was hat diese Aussage jetzt mit meinem Posting zu tun?

    dass es nur wenige menschen geben wird, die in der Lage sind, dein ganzes Posting zu lesen ohne am Ende bereits die ersten 8/9 vollständig vergessen haben? ;-)

  • ^^ *lol* … I know, I know … :-)

    Gut. Dann habt ihr jetzt den Salat. Ich verspreche hiermit, dass ich 2009 ein SEO Fachbuch publizieren werde, in dem auch Online Reputation Management eine elementare Rolle spielt … wenn ich einen geeigneten Verlag finde.

    Hat jemand Tipps?

  • @ Manu

    … wie wär´s denn erstmal mit sowas wie lulu.com oder bod.de ;-)

  • ^^ nee – dafür ist mir meine Zeit zu schade – dann kann ichs auch gleich selbst als eBook verticken :-) …

  • 11. Frank

    @ Manu

    mmmhhh, denke das kann man nicht wirklich vergleichen, da Du über die ISBN auch in amazon etc. rein kommen kannst & völlig andere Verbreitungsmöglichkeiten hast – eben wie bei einem “richtigen” Buch …

  • Stimmt schon. Ohne ISBN ist man ziemlich aufgeschmissen. Ich glaub ich durchwühl hier aber nochmal meine Fachbücher – ich find da sicher nen Verlag. Es eilt ja nicht … aber der Plan steht! :-)

    Falls jemand zwischenzeitlich einen guten Verlag kennen sollte, der daran interessiert sein könnte, bitte direkt hier posten oder Kontakt mit mir aufnehmen [mf[ät]webpromotionportal.com]. Danke! :-)

  • […] SEO Marketing Blog – Manuels Online Reputation Management Tutorial Ein sehr interessanter Aspekt des ganzen Internet-Marketings, weil zu viele ja einfach nur “rausballern”, ohne sich jemals Gedanken darüber zu machen, was die Menschen da draussen wirklich über die Marke oder Produkte denken. Nur wenige geben Studien und Umfragen in Auftrag. Dabei liegen die Antworten doch da draussen offen rum – sie müssen nur gefunden, interpretiert und darauf reagiert werden! […]

  • […] Was ist Reputation? Unter Reputation verstehen wir das Image eines Produkts, einer Marke oder einer Person. Eine gute Reputation bringt einen ökonomischen Vorteil. Hingegen kann durch schlechte Reputation auch schon einmal ein großer Schaden entstehen. Im Fall einer schlechten Platzierung in einer Suchmaschine kann es zum eigenen Produkt oder Firmenname massiven Umsatzverlust führen. […]

  • […] Manuels Online Reputation Management Tutorial […]

  • […] Nur ganz kurz, da sich aus einem Trackback (der nicht angekommen ist, aber im Dashboard als Backlink zu sehen war) auf das Thema PageRank Abstrafung dieses SEO Blogs eine irgendwie merkwürdige PageRank Diskussion entwickelt hat, die mich mental min. 2-3 Jahre zurück versetzt hat … Meine Erfahrung: der sichtbare Toolbar-PageRank ist für das Google Ranking & die Reputation dieses Blogs irrelevant – hierzu hat Felix ne ganz andere Vorstellung, nun hat er wenigstens einen Backlink aufgrund seines nicht angekommenen Trackbacks … Die Aussage von Felix, dass es meiner Online Reputation schaden würde, dass dieser SEO Blog hier einen PR2 hat, möchte ich in Anbetracht der bisherigen Kunden-Anfragen über diesen Blog (der in Google flächendeckend prima gelistet ist) zumindest schwer in Frage stellen? Seht ihr einen Zusammenhang zwischen Toolbar PageRank & Online Reputation? Scheint mir sehr weit hergeholt … Ich würde eher sagen, dass der niedrige PageRank potentielle PageRank-Junkies (seien es nun Kommentar-Spammer oder Pagerank-orientierte potentielle SEO-Kunden) fernhält und sowas wie ne positive Filterung darstellt ;-) […]

  • […] von vor 3 Jahren schildern … Das Thema Abmahnungen hat zwar mit SEO nur weniger zu tun, mit Online Reputation Management hingegen schon. Bin schon sehr gespannt, wie die das Reputation-Desaster wieder in den Griff […]

  • 18. Jonas

    Wirklich ein schöner Artikel. Da ich selber auf diesem Gebiet aktiv bin, doppelt interessant. Danke für die Mühen.

  • Sehr gute Arbeit!

    Lese auch auf meinem Blog zu diesem Thema.

    Gruß

    Lars

  • Online-Reputation – Ihr guter Ruf im Internet – Teil 3…

    © Trout55 – iStockPhoto   Sie haben es mit Sicherheit schon gemacht und ich auch. Die Rede ist von der Überprüfung der Online-Reputation. Was macht man als Erstes, wenn man sich ein neues Produkt anschaffen möchte? Man googelt nach Informationen zu die…


Deine Ideen zum Artikel: Online Reputation Management Tutorial

Kommerzielle Werbung in Kommentaren ist diesem SEO Blog nicht erwünscht!


Entspannen Sie ... wir kümmern uns darum!
Profitieren auch Sie von unserem Google Ranking Know-How!
» Profi Ranking - Suchmaschinenoptimierung «



Suche

  • SEO & SEM Tool Tipps:

      SEO Spyglass zur professionellen Linkanalyse von Mitbewerber-Linkaufbau ...
    • Profi Linkanalyse mit SEO-Spyglass

      zur Webseite von AWR - Advanced Web Ranking, professionelles Google Ranking Tracking mit Kunden Reports  - SEO Tool Tipp
    • Automatisches Tracking & Reporting von Google Positionen!

About us

SEO Angebote
by Profi-Ranking.de Frank Schräpler aka Goatix

SEO Angebote
by seo-analyse.com Manuel Fuchs aka manuelfu

  • Web Tipps