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Rechtsanwalt T.T. Kim informiert über die urheberrechtlichen- und wettbewerbsrechtlichen Ansprüche von Autoren, die Opfer von Text-Diebstahl bzw. Contentklau geworden sind.

Text- und Contentklau, kein Kavaliersdelikt

Die „Copy&Paste“-Mentalität ist heutzutage schon in der Schule und im Studium Gang und Gäbe. Die Erstellung von Hausaufgaben oder Hausarbeiten besteht oftmals primär aus „Search und Copy&Paste“. Diese Einstellung wird dann im Berufsleben munter weiter geführt, nach dem Motto „Besser gut geklaut, als schlecht selbst gemacht“.

In letzter Zeit häufen sich Anfragen, in denen Webmaster und SEOs die unautorisierte Übernahme Ihrer Texte, (salopp auch „Contentklau“) durch andere durch stumpfes „Copy&Paste“ beklagen. Die zunehmende Digitalisierung und Publikation von Sprachwerken – wie aktuell via Google – und die bevorstehende Masseneinführung von Ebooks werden das Problem der Urheberrechtsverletzungen von Sprachwerken in erheblichem Maße vergrößern.

Handelt es sich um gewerbliche Mitbewerber kann der „Contentklau“ zum Einen eine unlautere geschäftliche Handlung im wettbewerbsrechtlichen Sinne darstellen, und zum Anderen eine Urheberechtsverletzung, die abgemahnt werden kann. Auch weil sich identische Inhalte nachhaltig negativ auf das Suchmaschinenverhalten (Stichwort: duplicate content) auswirken, stehen dem Urheber der Texte aus mehreren rechtlichen Gründen Unterlassungsansprüche gegen den Verletzter zu.

Hielten sich die Gerichte früher mit Schadensersatzansprüche des Urhebers gegen den Verletzer zurück, sind mittlerweile einige Landes- und Oberlandesgerichte dazu übergegangen, den Urhebern Schadensersatz zuzusprechen, wenn der Verletzer den geklauten Text auf seinen gewerblichen Internetseiten öffentlich zugänglich gemacht hat. Ob ein Text, oder im Jargon des Urheberechts: “das Sprachwerk” Urheberrechtsschutz genießt, muss jedoch im Einzelfall beurteilt werden, bei dem die sogenannte Schöpfungshöhe berücksichtigt werden muss.

Je nach Gericht, werden für die Bemessung des Schadensersatzes, unterschiedliche Ansätze berücksichtigt. Das OLG Frankfurt beispielsweise hält eine Zugrundelegung der GEMA „VR-W 2“, die die Verwendung von Werken des GEMA-Repertoires in Websites regelt, für sachgerecht.

Standen Autoren, die in mühevoller Kleinarbeit eigene Artikel zu vielfältigen Themen erstellt hatten, Textklau im Internet früher relativ hilflos gegenüber, so ist dies heute nicht mehr der Fall.

Anmerkung von Manuel:

Der obige Text wurde von Rechtsanwalt Tschu-Tschon Kim zur Verfügung gestellt. Besten Dank an dieser Stelle!


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Der Artikel " Text- und Contentklau, kein Kavaliersdelikt " enthält 297 Wörter.

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Am 24.04.09, 18:19 in Querbeet
von manuelfu veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 7070 · heute: 3


12 Kommentare zu "Text- und Contentklau, kein Kavaliersdelikt"

  • Wie kann man sich eigentlich vor Content-Klau schützen?
    Könnte nicht ein Unternehmen um Mitbewerber zu schaden ein anderes Unternehmen beauftragen (in Afrike oder sonst wo im Ausland) Komplette Webseiten kopien mehrfach zu veröffentlichen?

    Gibt es solche Fälle? Wie ist die Rechtslage, wenn die Straftat im Ausland geschieht?

  • @ frogged.de

    habe Dir für “Vorratsdatenspeicherung” ein Nofollow verpasst – wenn Du schon mit Keys verlinkst, dann wenigstens unter nem passenden Artikel.
    Hier zum Thema Schäuble hätte ich z.B. nix dagegen gehabt, da wir im Thema selbst die gleiche Meinung zu haben scheinen …

    Ansonsten: genau das machen Content Spraper Scripte – da braucht´s keine dritte Firma im Ausland, lediglich der Host & Domain müssen anonym sein. Ist hat eine Urheberrechtsverletzung – die aber leider seltenst verfolgt werden kann, wenn alles anonym gelöst wurde. Gehen tut das mit etwas kriminellem Potential – Details werde ich dazu hier nicht erläutern …

  • Würde mich interessieren aber nicht bzgl dem Content Klau, aber es gibt sooo viele Projekte an denen andere Geld verdienen und man sich selber fragt, wieso sind die Seiten noch online.

    Hab da mal was von whois cloak und hoster im Ausland gehört ?!?

  • 4. festplattenvernichtung

    Bei Archive.org kann wenigstens Content Vergleich manuell durchgeführt werden. Da wird schnell klar wer den Content Früher erstellt hat. Gegen Content Klau gibt es keine gute Software-Möglichkeiten die Suchmaschinen durchlassen.

    Edited by Frank: Link auf hddlab.de/festplattenvernichtung.html entfernt – siehe Kommentar Infos unter Kontaktformular …

  • 5. Xel

    @frogged:
    Du könntest genau so gut fragen, wieso Al Capone ausschließlich wegen Steuerhinterziehung und nur etwas mehr als 8 Jahre im Knast war.

    Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Kriminelle nicht zwangsläufig dümmer sind, als andere. Wenn es Leute gibt, die Flugzeuge bauen können, mit denen man um die Welt fliegen kann, warum sollte es dann nicht auch Leute geben, die Webseiten hosten lassen können, ohne dass dabei ihr echter Name irgendwo auftaucht um dann entsprechende Urheberrechtsverstöße begehen zu können, ohne dafür belangt zu werden? Wie die das machen, würden sie dir vermutlich nicht gerade auf die Nase binden.

    Dass es aber möglich ist – nun, ich denke das dürfte niemanden überraschen, wenn man sich anschaut, was ansonsten alles möglich ist – ein paar Tonnen Stahl fliegen, irgendwer schwebt da oben in irgendwelchen Raumstationen umher usw. Dagegen ist das was man im Internet so anstellen kann doch alles albern.

  • Ja, contentklau ist wirklich ein Problem. Bei meinem Online Shop bin ich ständig damit konfrontiert und habe auch schon unzählige Male abgemahnt, weil mir der Hut hochgeht, wenn ständig die direkte Konkurrenz 1:1 meine Texte als ihre ausgibt und dann auch noch ihr eigenes copyright drunter setzt *grummel*.
    Das Problem mit der Rechtssprechung ist nur, wenn der “Dieb” im Ausland sitzt. Dann sind uns meistens die Hände gebunden. Ich kämpfe schon seit Monaten mit einer Webseite, die in einer USA-Community ist, um die Entfernung meiner Inhalte. Ein Teil wurde entfernt von dem Community-Anbieter, ein anderer Teil nicht…

  • Moin..Also im Onlinebereich gibt es zum Beispiel die Möglichkeit einfach mal copyscape.com zu befragen. Die liefern fast immer ein Ergebnis – nicht wundern.
    Aber das bekämpft selbstverständlich nicht die Ursache von Content-Klau.

  • @ Crazy Girl

    schön, dass Du hier gelandet bist. Jau, kann ich bestens verstehen – habe bisher zwar noch nicht gegen Contentklau Abmahnungen durchgezogen. Bin es allerdings auch leid, dass Dritte meine Inhalte als ihre ausgeben.
    Bisher hatte bei meinen Fällen (wobei ich in den letzten 7-8 Jahren nur 2-3mal überprüft habe) noch ne simple Mail gereicht – kenne allerdings auch reichlich Fälle, wo sich das Gegenüber dann auch noch dumm stellt & lügt. Dann hilft tatsächlich nur noch die Abmahn-Keule ;-)

    @ Dennis

    so isses – http://www.copyscape.com sollte in dem Zusammenhang natürlich zwingend erwähnt werden ;-)

  • Beweise, Anwälte und Polizei in Reichweite…

    Diebstahl und Ideenklau im Internet. Wir haben in den vergangenen Wochen (da, da, da, da, und auch da) oft drüber geschrieben.
    Andere auch.

    Anbei ein paar nützliche Links:

    blogprojekt: Content-Diebe finden und bekämpfen
    Eine Liste mit mehr…

  • 10. Biggi

    Hallo,
    also die Sache mit dem Contentklau ist schon so alt, wie das Netz selbst… irgendwie glauben immer noch viele Menschen, dass ALLES was im Internet veröffentlicht ist, auch zum allgemeinen Gebrauch freisteht.

    Ganz ehrlich – auch ich hab am Anfang meiner “Karriere” nicht gewußt, dass man fremde Texte nicht übernehmen darf. Das ichs nicht gemacht habe, geschah eher aus einem anderen Grund: ich hatte gleich was von doppelten Content gelesen und wollte diesen verhindern.

    Es ist allerdings echt schwer immer zu unterscheiden, ob es eine Neuling ist, der es aus unwissenheit gemacht hat (wenn das auch nicht wirklich besser ist, aber für mich schon einen Unterschied macht), oder jemand, der meint frech und frei sich meines Contents erfreuen zu dürfen – und schon häufiger auf dieser Masche gereist ist.

    Letzteren würde ich gerne mal kräftig gegen das Schienbein treten – denn auf unsere Gericht würde ich mich da nicht verlassen.

    Biggi

  • 11. Dirk

    Früher gab es weder Kopierer noch Internet, oder man hatte solche Dinge zumindest nicht zuhause! Heute ist der Klau ja ziemlich einfach. Wer seine Arbeiten ins Netz stellt muss leider damit rechnen, dass Andere davon (ungerechtfertigt) Gebrauch machen!

    Ich würde Doktorarbeiten u.ä. ja nur auf Seiten stellen, die per Passwort verschlüsselt sind. Wer die Texte dann lesen und damit arbeiten will, muss sich beim Urheber die Genehmigung und das Passwort abholen.

    So kann man zwar nicht komplett verhindern, dass die Dateien vielleicht doch illegal weitergegeben werden, aber die Zahl der Nutzer, die man belangen kann, sinkt drastisch!

  • Ich habe auch das Problem das einige Texte geklaut haben, nur Abmahnung etc irgendwie mag ich das nicht so


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