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Hier mal ein Bigsize-Banner, das seinem Namen alle Ehre macht! Abseits der (Werbemittel-)Stange gibt es eben doch immer wieder kuriose und interessante Formate zu finden!

Von Skyscraper-Riesenbabies, Usability und Standards …

Jeder von uns kennt das Prozedere: man ist in einem Automatismus gefangen, der einen dazu zwingt, mehrmals täglich seine Lieblings-(Nachrichten-)Seiten aufzurufen. So ging es mir auch gestern wieder. Aber irgendwas war anders …

Es ist ja nicht so, dass ich nicht flexibel bin – im Gegenteil – aber ich finde es unumstritten, dass man – just in dem Moment, in dem man die URL der Lieblingsseite eintippt – eine gewisse Erwartungshaltung an die Seite und deren Inhalte hat. Man kennt seine “Pappenheimer” und ist mit Aufbau, Layout sowie mit der Usability absolut vertraut. Wenn die Seite dann Sekundenbruchteile später auf dem Monitor erscheint, nimmt man genau diese Erwartungshaltung als gegeben hin und widmet sich seinem Anliegen. Aber eben nur, wenn sie erfüllt wird. Alles, was davon abweicht, fällt sofort auf.

So ist es mir auch gestern ergangen. Ich tippe die URL einer meiner Lieblings-Nachrichtenseiten ein und siehe da – ich bin zwar auf n-tv.de, aber was ist das? Ein riesiges Werbebanner nimmt ein gefühltes Drittel des Lappy-Monitors ein. Aber irgendwas stimmt nicht! Das Banner kann auf keinen Fall auch nur halbwegs in die Kohorte der Standard-Formate eingereiht werden. Ich bin erst einmal konfus. Auch, wenn schon das nächste Kundengespräch avisiert ist, schaffe ich es gerade noch so, einen Screenshot des Banners zu machen. Ich habe diesen mal in eine Fläche kopiert, die meinem Monitor (1280 x 800px) entspricht und das Banner so zu platzieren, dass es der realen Platzierung entsprach:


(Vgl. n-tv.de – abgerufen am 13.05.2008)

Hier die Analyse der Dimensionen dieses Skyscraper (bzw. Bigsize-Banner) Riesenbabies:

Höhe: 250px
Breite: 990px

Hieraus ergibt sich eine Gesamtfläche des Werbemittels von 257.400 px². Im Vergleich zu einem “normalen” – sprich standardisierten horizontalen Skyscrapers (728 x 90px) deckt das hier eingesetzte Werbemittel fast 280 Prozent mehr Fläche ab!

Fazit: das Banner nahm doch Tatsache ca. 25 Prozent meines Lappy-Monitors (Auflösung 1280 x 800px) ein, wirkte aber aufgrund des Seitenaufbaus (linkszentriert, nicht 100% Breite) deutlich größer. Usability-technisch wirkte das Ganze auf mich als Stammuser wirklich krass. Aber: es funktioniert! Natürlich habe ich drauf geklickt – wenn ich schon mal so eine abweichende Werbeform sehe, dann kann ich auch nicht anders. Und genau das ist der Grund für mein Posting.

Ich frage mich, weshalb man Standard-Größen überhaupt noch einsetzt? Nicht, dass man jetzt immer derart platzintensive Werbemittel nutzen sollte, aber etwas Flexibilität würde der IT Werbebranche sicher sicht schaden…Aus der Not fehlender Gestaltungsmöglichkeiten und nicht vorhandener flexibler Publisher-Lösungen heraus geboren, stellt es heute kein Problem mehr dar, Werbemittel wirklich individuell zu dimensionieren. Trotzdem bieten viele (Mainstream-)Advertising Tools diese Möglicheiten nicht an, oder – wie bei Google AdSense – eben nur für top Publisher. Eigentlich wäre es doch sinnvoller, dynamisch dimensionierbare Banner bzw. Werbemittel zu erzeugen um damit Aufmerksamkeit zu erzielen, ohne dass immer mit Standard gearbeitet wird, die viele User schon aus meilenweiter Entfernung gegen den Wind als Werbung identifizieren.

Vielleicht sind wir einfach in manchen Bereichen auch so von Standards verwöhnt, dass wir gar nicht bemerken, dass es eben nicht immer und überall sinnvoll ist, auf Standards zu setzen?


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Am 14.05.09, 20:07 in Querbeet
von manuelfu veröffentlicht. RSS Feed für Kommentare.
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von Deinem Blog aus "verewigen".
· Gelesen: 4572 · heute: 2


3 Kommentare zu "Von Skyscraper-Riesenbabies, Usability und Standards …"

  • 1. Ole

    War der banner statisch so, oder wurde der erst durchs Überfahren so groß?

  • Er war statisch so. Ein “Schließen-Feld” habe ich übrigens auch vermisst …

  • 3. John Doe

    Du hast schon ganz recht, Manuel, es bringt viel mehr Aufmerksamkeit, wenn man den Standard-Größen nicht entspricht.

    Aber – und das ist der Harken – das funktioniert nur so lange, wie es einen Standard gibt.

    Bannerblindheit ist hier das Stichwort. Wir werden für Banner bestimmter Größen schlicht blind, übersehen sie, weil diese Größen zu häufig für Banner verwendet werden. Wir übersehen ggf. auch wichtige Dinge, die in diesem Format auf der Seite stehen, weil das Hirn sie als Werbung aussortiert.

    Füttert man aber nun dem Hirn ständig unterschiedlich dimensionierte Werbung, wird es andere Hinweise – die vielleicht mehr “Rechenzeit” (Denkarbeit???) kosten und daher solange sie nicht benötigt werden keine Rolle spielen – verwenden um die Banner weiter aus zu blenden, da es sie als irrelevant einstuft.

    Ob das dann genau so leicht zu umgehen ist, ist fraglich, folglich ist es sinnvoller, ausschließlich Premiumbanner in Sonderformaten anzuzeigen und hierfür mehr Geld zu erhalten als für normale. Wenn man dieses Vorgehen aber einmal ändert, kann man so einfach nicht wieder zurück, falls es, wie ich erwarte, floppt.

    Hoffe man kann mir ungefähr folgen.

    Allgemein muss man außerdem bedenken, dass natürlich nicht jeder so starke Bannerblindheitserscheinungen (was ein Wort) hat, wie wir, die wir ständigX onlinee sindl.


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